Montag , 30 März 2020
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Wie funktioniert ein Toner-Drucker?

Wie funktioniert ein Toner-Drucker?

Ein Toner-Drucker ist im umgangssprachlichen unter dem Namen Laserdrucker bekannt. Im Gegensatz zum Tintenstrahldrucker druckt er mit sogenanntem Toner. Das gewünschte Dokument wird mittels Laserdioden und Tonerkartuschen auf Papier gebracht. Wie genau das Gerät funktioniert, das bei so vielen Nutzern zum Büroalltag gehört, wird im Folgenden verständlich erklärt.

Die Funktionsweise des Toner-Druckers

Ein Toner-Drucker besteht aus mehreren Komponenten; jedes Element hat eine Aufgabe im Druckvorgang. Das einzig austauschbare hiervon sind die Tonerkartuschen, die auch dafür zuständig sind, die Farbe zu Papier zu bringen. Mittels negativer Ladung, durch den Laser neutralisiert, entsteht auf der Bildtrommel-Oberfläche das Ladungsbild in Form von Pixeln, was der komplett zu druckenden Seite entspricht. Versteht man einmal, dass ein Toner-Drucker auf elektrischen Ladungen basiert, die sich anziehen oder abstoßen, wird vieles geklärt: Da Papier und Toner beide negativ geladen sind, stoßen sie sich ab. Die Laserdiode trifft mit dem Laser auf die Bildtrommel und somit auf die Stellen, die es zu bedrucken gilt. Das Papier ist hier neutralisiert – nur so kann das Tonerpulver haften. Damit die negativen Partikel allerdings haften können, muss das Papier positiv aufgeladen werden. Nachdem das Papier die Fixierwalzen durchlaufen hat, wird es bei einer Temperatur von 200°C bedruckt. Durch die Hitze wird das noch lose haftende Farbpulver zum Schmelzen gebracht und im Anschluss mit der Presswalze auf dem Papier fixiert. Um den Drucker für den neuen Druckvorgang zu entladen, muss die Bildtrommel einmal komplett belichtet werden.

Die Tonerkartusche

Vier verschiedene Tonerkartuschen besitzen gängige Farblaserdrucker – in den Farben schwarz, gelb, blau und rot. Entgegen der Vorstellung vieler ist das Tonerpulver nicht flüssig wie Tinte, sondern bloß so fein, dass es leicht fließt. Wenn die Tonerkartusche leer ist, muss sie ausgetauscht werden, was allerdings vom Gerät frühzeitig angezeigt wird. Faktoren wie Seitenzahlen, Druckeinstellungen und die Eigenschaften der zu bedruckenden Seite beeinflussen die Haltbarkeit einer Tonerkartusche. Vor dem Austauschen der Tonerkartusche sollte das Gerät dringend ausgeschaltet und abgekühlt sein!

Anwendungsgebiete

Besonders in Büros mit hohem Druckvolumen wird der Laserdrucker eingesetzt und für seine schnelle Arbeitsweise geschätzt. Dass Toner-Drucker auch im Privatgebrauch sehr beliebt sind, liegt nicht zuletzt daran, dass das Verbrauchsmaterial bei längerem Nichtgebrauch sogar noch verwendet werden kann, wo hingegen beim Tintenstrahldrucker immer wieder die Gefahr besteht, dass die Patrone austrocknet. Vor allem die niedriger gehaltenen Druckkosten machen Laserdrucker beliebt. Druckertinte gehört zu den teuersten Flüssigkeiten der Welt, die Reichweite der Tonerkartuschen bei Laserdruckern ist aber um einiges höher. Eine Tonerkartusche kann wesentlich mehr Seiten drucken als eine Tintenpatrone. Laserdrucker drucken darüber hinaus gestochen scharf und dokumentechte Abdrücke mit großer Farbtiefe. Zwar sind Toner-Drucker in der Anschaffung teurer als Tintendrucker, die hohen Anschaffungskosten zahlen sich aber im Laufe der Zeit durch die niedrigen Kosten für Tonerkartuschen wieder aus.

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