Dienstag , 27 Oktober 2020
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Kurkuma- was kann die Knollenpflanze wirklich?

Kurkuma- was kann die Knollenpflanze wirklich?

Kurkuma begegnet uns aktuell überall wo wir hinschauen. Ob als goldenen Milch, als Tee, als Kurkuma Wasser oder als „einfaches Gewürz“ in Gerichten. Doch was verbirgt sich hinter dem „Gewürz des Lebens“ überhaupt? Dem markant gelben Gewürz aus der asiatischen Küche werden schmerzlindernde, antibakterielle und entzündungshemmende Kräfte nachgesagt und das kann man in der derzeitigen Situation gut gebrauchen. Doch stimmt das wirklich? Kann Kurkuma oder auch uns helfen? Wir wollen das Superfood mal genauer unter die Lupe nehmen.

Was macht die Knolle so gesund?

Kurkuma (Curcuma longa) gehört zu den Ingwergewächsen und kommt ursprünglich aus Südasien. Die bis zu einem Meter hohe Pflanze bildet Wurzeln aus. Oft wird sie auch indischer Safran oder Gelbwurzel genannt. Geschmacklich ist sie zwischen mild würzig und leicht bitter einzuordnen.  Unterschieden wird in Kurkuma, das ist die Pflanze und Curcumin, das ist der Hauptinhaltsstoff der Pflanze. In der asiatischen Küche wird die Gelbwurzel häufig frisch oder getrocknet verwendet, während man in der westlichen Küche eher Curcumin als Farbstoff zum Beispiel in Senf oder Margarine kennt. Schon seit über 5000  Jahren ist den Indern die Wirkung als natürliches Heilmittel bekannt und sie nutzen die Curcuma Pflanze in der Ayurvedischen Medizin. Die Wurzel beinhaltet ätherische Öle, das und der Wirkstoff Curcumin fördern die Gesundheit. Das Curcumin gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen und die anderen Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Bisdemethoxycurcumin, Cyclocurcumin und Demethoxycurcumin haben antioxidantische Wirkungen. Das heißt sie wirken entzündungshemmend und gegen Viren. Darüber hinaus schwemmen sie wie alle sekundären Pflanzenstoffe Schwermetalle aus dem Körper. Auch die Leber wird angeregt. Sie schüttet mehr Gallensäure aus, somit können Nahrungsfette besser gebunden werden und das Völlegefühl kann verschwinden.

Verwendung in Gerichten oder als Nahrungsergänzung

Um die Aufnahme von Kurkuma im Darm zu verbessern, sollte es immer zusammen mit Fett aufgenommen werden.  Auch schwarzer Pfeffer, der den Curry Mischungen oft beigegeben wird, verstärkt die positiven Eigenschaften, denn so kann das Curcumin 20 Mal besser aufgenommen werden. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten das Immunsystem mit leckeren Gerichten zu unterstützen und zu stärken:

Goldene Milch

  • 0,3 Liter Pflanzenmilch, wie zum Beispiel Mandelmilch oder Sojamilch
  • 1 Stk. Kurkumawuzel oder 2-3 EL Pulver
  • 1 Stk. Ingwer
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/2 TL Kokosöl (Fett)
  • etwas Muskatnuss und evtl. Agavendicksaft zum Süßen je nach Geschmack

Alles miteinander mixen und dann entweder roh genießen, so bleiben die meisten Nährstoffe erhalten, oder kurz erhitzen.

Kurkuma Dressing

  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Saft und Abrieb einer Bio Limette
  • 200 g Seitentofu (für die Bindung)
  • 4 EL Weißweinessig
  • 80 ml Orangensaft
  • 1 EL Honig
  • Salz nach Geschmack
  • 1 TL Kurkuma
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • etwas hochwertiges Öl

Alles miteinander mixen.

Kurkuma Tabletten und Kapseln

Oft wird Kurkuma in Reformhäusern, Bio Läden oder Onlineshops auch in Tabletten oder Kapselform angeboten. Hier ist der schwarze Pfeffer zur besseren Aufnahme oft schon beigefügt. Die Tabletten und Kapsel werden je nach Angabe mehrmals täglich mit Wasser eingenommen.

Fazit

Neben seiner Wirkung auf das Immunsystem unterstützt Kurkuma nebenbei auch noch beim Abnehmen. Der vermehrt produzierte Gallensaft unterstützt bei der Fettverbrennung und nebenbei vermindern die enthaltenen Bitterstoffe das Verlangen nach Süßem. Somit ist die Kurkuma Knolle in Zeiten, in denen das Corona-Virus uns in Atem hält, aber auch die Bikinifigur ruft für uns eine wirkliche Wunderknolle.

Über Toni Ebert