Montag , 18 November 2019
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XStreetSL erhebt Gebühren auf Artikeleinstellung – Skandal oder Segen?

XStreetSL erhebt Gebühren auf Artikeleinstellung – Skandal oder Segen?

freebie-aus-xstreet Um das „Einkaufserlebnis“ der Käufer auf XStreetSL, dem Marktplatz für virtuelle Güter, zu verbessern, werden nun Einstellungsgebühren für alle Artikel erhoben. Man erhofft sich, dass Artikel, die niemand kauft, aus dem Online-Katalog verschwinden und dem Käufer eine bessere Übersicht gewährleisten. Folgende Änderungen in den nächsten 90 Tagen erfolgen:

Einstellungsgebühren: Grundsätzlich zahlt man jetzt pro eingestellten Artikel 10L$ Gebühr im Monat. Egal ob er verkauft wird oder nicht. Das heisst, von 0 auf 100 durchzustarten ist nicht mehr möglich, man benötigt Guthaben.

Freebie Gebühren:Wer einen sogenannten Freebie (0L$) oder Dollarbie (1L$) auf XStreetSL anbieten möchte, der muss künftig 99L$ im Monat Gebühr zahlen.

Minimale Umsatzkommission: 3L$ ist der minimale Anteil, den Linden Labs pro Verkauf erzielt, das gilt bis zu 100L$ Verkaufspreis, alles darüber, wie bisher 3% des Verkauferlöses. Nebenbei wird im Blogposting der Lindens angekündigt, dass diese 3L$ nicht die Kosten einer Transaktion decken, aber das „Freebie-Wachstum“ solle ja erstmal eingedämmt werden…

Sicher, der eine oder andere wird sich denken: „Was soll das denn nun schon wieder?“ oder „Linden Labs stecken wohl nicht voll genug!“ aber wenn man das ganze genauer unter die Lupe nimmt, so hat doch alles einen plausiblen Grund. Genaugenommen ist es klar, Linden Labs bekommt ein Heidengeld durch die ganzen Verkäufe über die Plattform XStreetSL. Dazu zählen aber nur die Einkäufe, die auch einen entsprechend hohen Wert haben. Wenn jemand ein Freebie für 0 oder 1 L$ anbietet, dann gab es nichts an Provision für die Betreiberfirma. Aber man bedenke, dass auch für diese Produkte viel Speicherplatz für den verkäufer eingeräumt wird. Bilderuploads, Beschreibungen, ja ein ganzes Verkaussystem eigentlich zur Verfügung stellt. Produkte die sich schlecht bis gar nicht verkaufen ließen, werden wohl nun auch aus dem Katalog verschwinden, wer zahlt schon 10L$ (die Masse machts) pro Artikel im Monat, der sich nicht rentiert?

Was mich an der Sache stört ist, dass Linden Lab in ihrem Blogeintrag darauf verweist, dass dies alles auf den Wunsch „der Kunden“ geschieht. Komisch, da habe ich mal wieder nicht viel mitbekommen… Viele Produkte werden nun langsam verschwinden, ob nun gefragt oder oder nicht, viele Verkäufer werden ihre Produkte teurer machen, viele Käufer werden sich nur noch in XStreet umschauen und in SL hin und her teleportieren. So könnte es kommen. Das einzige was die Shopbesitzer vielleicht erfreut: Mehr Traffic auf dem Inworld Land.

XStreetSL erhebt Gebühren auf Artikeleinstellung – Skandal oder Segen?
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Über Palloo Petrov

6 Kommentare

  1. Hmmm das sind bei 240 Artikeln, die ich momentan anbiete, zusätzliche 2400 an Kosten. Nach dem ganzen Ärger mit der adult-Umstellung ein weitere Faustschlag ins Gesicht aller Content-Anbieter in SL. Ich werde meine Konsequenzen ziehen, mein Sortiment drastisch ausdünnen und die zusätzliche Kosten auf die Preise draufschlagen. Und konsequent andere Plattformen wie OpenLife unterstützen.

    • Genau das wollen sie damit ja erreichen, Artikel die kaum verkauft werden, sollen aus dem Sortiment genommen werdem um den Käufer so eine höhere Qualitöt anzubieten. Einerseits ist es zwar schade, dass man ohne Geld keinen leichten Einstieg mehr hat, aber insgesamt wird es wohl besser. Ich frage mich nur, was mit denen passiert, die schon seit Monaten nicht mehr ihren Account bei XStreet pflegen, die zahlen dann ohne es mitzubkommen? Bin gespannt.

  2. FelixvonKotwitz Alter

    Ich verkaufe relativ erfolgreich in slx und habe mich schon immer über Produkte geärgert die nur gekauft werden weil sie billig sind aber minderwertig oder reiner Fake .
    Die Ersteller die wirkliche Arbeit leisten , Mühe und Investitionen aufbringen , werden das neue Bezahlsystem begrüßen !
    Ich gebe gern einen Teil meiner Einnahmen ab , damit der Markt gerecht „gereinigt“ wird.
    SLX soll auch in wirtschaftlicher Hinsicht , mit dem Rl vergleichbar sein. Dazu gehört auch, das nicht „jeder“ ob er etwas kann oder nicht , eine kostenlose Verkaufsplatform zur verfügung hat.

    Sl ist nicht kostenlos ! Dann bitte auch Konsequent !

    • Das positive an der Sache ist wirklich, das viel 0/8/15 Sachen aus XStreet verschwinden werden. Wenn ich selber mal nach etwas suche, dann sehe ich auch soviele Sachen, wo mir der Gedanke kommt, wer soetwas nur „kaufen“ könnte, auch wenn es nur wenige L$ sind. Freebies an sich werden ja nicht verboten und wer damit eine Marketing Strategie verfolgt, der wird auch bereit sein dafür ein paar L$ im Monat dafür locker zu machen.

      Das negative an der Sache: Neue Designer & Builder haben es etwas schwieriger mit dem Start, wobei auch hier wieder das Motto lautet: Wer etwas verkauft, der bekommt dafür ja auch seinen Gewinn…

      Ich finde es im Grunde genommen nicht ganz so schlimm, dass jetzt auch Freebies und Dollarbies etwas an Gebühren kostet, schliesslich hat man dafür ja die Plattform, kann Bilder hochladen usw. Aber mal schauen wie es sich entwickelt, denn wenn ein paar dubiose Geschäftsleute – und die gibt es in SL – eigentliche Freebies nun auf 200L$ aufwärts ansetzen, dann ist es natürlich ein großer Nachteil für den „Newbie“ der sich nicht auskennt.