Dienstag , 11 Dezember 2018
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Welche Fehler man beim Blutdruckmessen vermeiden sollte

Welche Fehler man beim Blutdruckmessen vermeiden sollte

Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga sind zwischen 20 und 30 Millionen Deutsche von Bluthochdruck betroffen. Nur rund die Hälfte ist sich ihrer Erkrankung dabei überhaupt gewahr. Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle sollte deshalb für jeden zur Routine gehören. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei einer korrekten Messung ankommt und wie man typische Fehler vermeidet.

Wenn es darum geht, den Blutdruck zu kontrollieren, ist ein ordentliches, mit einem speziellen Prüfsiegel versehenes beziehungsweise zumindest der EG-Konformitätserklärung entsprechendes Blutdruckmessgerät in jedem Fall schon einmal ein großer Schritt in die richtige Richtung. Hier lohnt es sich durchaus, etwas mehr auszugeben, anderenfalls braucht man gar nicht erst zu messen, kann man den Ergebnissen dann schließlich ohnehin nicht trauen. Und natürlich sollte man auch wissen, welche Grenz- und Sollwerte beim Blutdruck überhaupt relevant sind.

Welche Blutdruckwerte sollten eingehalten werden?

Gemäß den Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga sowie der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention aus dem Jahre 2013 gilt ein Blutdruck von unter 140/90 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) als angemessen. Dabei handelt es sich jedoch um Werte, die im Rahmen einer Praxismessung, das heißt beim Arzt, ermittelt werden. Hierbei werden bestimmte Standardkriterien eingehalten, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. In der Regel wird mehrmals gemessen; es gilt dann der niedrigste gemessene Wert. Im Rahmen einer Selbstmessung gelten hingegen etwas andere Werte: Hier sollte der Blutdruck die Werte 135/85 mmHg nicht übersteigen. Einen perfekten Blutdruck hat schließlich der- oder diejenige, der oder die dauerhafte Werte von 120/80 mmHg erzielt.

Fehler bei der Selbstmessung ausschließen

Erst kürzlich hat die Deutsche Hochdruckliga im Kontext einer Veranstaltung zum Welt-Hypertonie-Tag am 17.05.2018 auf die Bedeutung einer adäquaten Blutdruckmessung hingewiesen. Sie betonte dabei die bereits erwähnte Wichtigkeit eines verlässlichen Messgerätes. Zudem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass beispielsweise bei einem Handgelenkmessgerät, der Arm stets in Herzhöhe gehalten werden sollte; anderenfalls sind die gemessenen Werte deutlich zu hoch, woraus falsche Therapieschritte abgeleitet werden könnten. Bei einer Oberarmmessung ist darauf zu achten, dass die Manschette nicht zu eng für den Oberarm ist. Auch in diesem Fall könnten die Werte höher ausfallen als sie eigentlich sind. Ferner empfiehlt die Hochdruckliga Mehrfachmessungen. So konnte auch eine aktuelle US-amerikanische Studie laut der ÄrzteZeitung nachweisen, dass der systolische Blutdruck nach einer erhöhten ersten Messung bei einer zweiten Messung im Mittel um 8 mmHg niedriger liegt. Bei jedem dritten Patienten stellte sich der zunächst erhöhte Blutdruck bei einer zweiten Nachmessung sogar doch noch als völlig normal heraus. Geraten wird deshalb, immer mindestens zwei Mal im Abstand von einer Minute zu messen. Der niedrigste gemessene Wert sollte dokumentiert werden.

Einen Gang zum Arzt ersetzt das Selbstmessen dennoch nicht. Eine regelmäßige ärztliche Konsultation sollte daher vor allem für bereits an Bluthochdruck erkrankte Personen Pflicht sein.

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