Mittwoch , 1 Februar 2023
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Warum Urlaub im Winter eine so viel bessere Idee ist
Urlaub im Winter, Bild: Pixabay

Warum Urlaub im Winter eine so viel bessere Idee ist

Der Winter und seine kurzen und kalten Tage sind für viele Deutsche die unangenehmste Zeit des Jahres. Mit weniger Sonne fühlt sich auch die verfügbare Zeit des Tages wesentlich verkürzt an und die Produktion unseres Wohlfühlhormons Serotonin ist ebenfalls heruntergefahren. Die perfekte Zeit also, sollte man meinen, um sich abzumelden und mit zackiger Kehrtwende in den Urlaub zu verschwinden. Und wir stimmen da vollends zu! Vor allem die ersten zwei Monate des Jahres landen regelmäßig bei Umfragen auf den letzten zwei Plätzen – gefolgt von November und März. Sind wir also penibel, dann befinden wir uns in der Mitte des schlimmsten Quartales des Jahres.

Der Dunkelheit entfliehen und Sonne tanken

Aus physischer Sicht ist vor allem der Mangel an Vitamin D durch Sonnenschein ausschlaggebend, aus psychischer der bunte Mix aus aufgegebenen Neujahrsvorsätzen und mangelnden sozialen Ereignissen – zwischen Weihnachten und Ostern kommt ja nicht viel, auf das man sich freuen kann. Bis auf den Valentinstag und Karneval vielleicht, aber die beiden sind am Ende ja auch nur für einen kleinen Prozentteil der Bevölkerung tatsächlich ein positives Event.

Laut Statistik nehmen über 50% der Deutschen ihren Urlaub in den Monaten Juli bis September – in einer Zeit also, in der es hier in Deutschland ebenfalls am schönsten ist, was die Länge der Sonnenstunden und die Temperaturen angeht.  Im Vergleich dazu nehmen nur 7% ihren Haupturlaub in den ersten drei Monaten des Jahres. Wir verstehen zwar die Motivation von „Ich kämpfe mich durch bis zum Frühling, damit ich mehr Urlaubstage für den Rest des Jahres übrighabe!“, aber mal ehrlich, ist es das am Ende wert?

Nichts ist neu im Januar

Die Urlaubstage setzen sich zurück, die eigene Energie eher weniger. Im Gegenteil! Die ersten paar Monate des Jahres fühlen sich doch immer an wie der Morgen nach einer Feier. Trist, irgendwie leer. Nur Wartezeit, bis der Spätfrühling und nächste Sommer wieder losgeht. Das macht doch keinem Spaß – und ist unterm Strich vergeudete Lebenszeit.

Wer außerhalb der Hauptsaison bucht, der weiß, wie viel günstiger hier alles sein kann. Wer außerdem außerhalb der Nebensaison bucht, der sieht Preise noch ein weiteres Mal purzeln – ganz besonders in der Off-Zeit im Januar und Februar. Zugegeben, die Angebote in dieser Zeit sind wesentlich begrenzter was beispielsweise Flugziele angeht, sie bedeuten allerdings gleichzeitig auch wenig bis gar keine anderen Touristen, entspanntere und dankbarere Einheimische und zum Teil noch schönere Temperaturen! Wer sich zwar in Sonne, aber nicht unbedingt Hitze wohlfühlt, für den ist beispielsweise Teneriffa mit seinen 20°C perfekt für Wintersonne. Und wer auf der Suche nach tropischen Temperaturen ist, für den gibt es immer noch eine komplette Südhalbkugel, die in voller Blüte ihres Sommers steht.

Dann entspannen, wenn andere grübeln

Auch Flüge sind wesentlich günstiger im Winter, als dass sie es im Sommer sind. Und das nicht ohne – ein gutes Drittel weniger bezahlt man in den Monaten, in denen eben keiner so wirklich wegwill. Ein Drittel, das auf gutes (und günstigeres) Essen, spannende (und weniger ausgelastete) Sehenswürdigkeiten und erfrischende (und leere) Strände und Pools investiert werden kann. Größere Drehkreuzflughäfen in Deutschland bieten auch im Winter weiterhin traumhafte Destinationen an – für diejenigen in der Nähe von kleineren Flughäfen könnte es sich also lohnen, eine kleine Inlandsreise mit Bus oder Bahn anzutreten, wenn das Wunschziel nicht auf dem Plan steht. Flughafentransfer in Frankfurt oder München sorgen dann nochmal für zusätzlichen Komfort, während das trübe Deutschland hinter sich gelassen und genügend Sonne, Entspannung und Sorglosigkeit getankt werden kann, um die Zeit bis zum Sommer mit einem Abstecher im Winter überbrückt werden kann.

Über Toni Ebert