Freitag , 18 Oktober 2019
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VfL Wolfsburg: Wann gehts wieder aufwärts mit dir?

Woche für Woche „quält“ man sich fast schon als Fan des VfL Wolfsburg Spieltag für Spieltag. Erst ist man fast die Schießbude der Liga, dann spielt man jetzt zwei mal zu Null und trifft vorne nichts. Aber warum? Weil man sich keine Torchancen mehr herausspielt. Jedenfalls nicht genug sage ich. Meine Meinung:

Das 0:0 in Kaiserslautern war nun schon das 5. Unentschieden in Folge. Das FÜNFTE! Manch ein glorreicher Kommentator bei Sky sagt: „Der VfL ist 5 Spiele in Serie ungeschlagen“, der Fan allerdings, der erkannt hat, dass da irgendwas nicht stimmt sagt aber: „5 Spiele hintereinander keine 3 Punkte geholt“. Und in Zeiten der 3 Punkteregel, die jedem Spieler und Trainer inzwischen gut bekannt sein sollte, müsste jeder wissen, dass die 3 Punkteregel mal dafür gedacht war, dass damit eine offensivere Spielweise belohnt werden sollte. Und wenn man bei einem Aufsteiger – bei allem Respekt – nur eine lausige Torchance (wenn man gutmütig ist) herausspielt, dann ist das einfach nur arm.

Man kann verstehen, dass man in die Mannschaft nach vielen gewonnen geglaubten Spielen und daraus resultierenden Niederlagen (Beispiel 3:0 gegen Mainz geführt, 3:4 am Ende verloren) mehr Stabilität in der Defensive benötigt. Doch mir fällt seit Wochen (mit kleinen Ausnahmen) auf, dass sehr viel weniger Torchancen herausgespielt werden. Warum ist das so?

Sündenböcke habe ich auch schon gefunden: Die offensiven Außen im 4-2-3-1 System und auch im 4-4-2 System. Bei letzerem System fällt einem das nicht so sehr auf, da Grafite dann Edin Dzeko entlasten kann. Ganz anders allerdings sieht das im Spiel mit Dzeko als einzige Spitze aus: Der arme Kerl bekommt da vorne 88 Minuten lang nur lange Bälle, wovon die meisten irgendwie beim Gegner landen. Cigerci in allen Ehren als Neu-Bundesligaspieler macht nach vorne selten bis gar keinen Druck über seinen linke Seite, steht Defensiv aber gut und bügelte gegen Kaiserslautern auch einen Fehler der Abwehr schön aus. Trotzdem, nach vorne geht da nicht viel, da können Diego und Dzeko noch so geniale Spieler sein, wenn Außen keiner mitdenkt und mitgeht, dann sehen die halt doof auf dem Platz aus. Das gilt auch auf der rechten Seite: Spielt Dejagah, dann meist übermotiviert, holt sich schnell eine Gelbe Karte und kann nicht mehr richtig hingehen. Kahlenberg beweist den Sinn für Taktik und Pässe ist aber in Zweikämpfen meist derjenige, der zu spät kommt. Ziani macht die Sache meines Erachtens noch am besten auf dieser Position, ist aber manchmal einfach zu verspielt und sucht den Zweikampf meist dann, wenn er mehr als einen Spieler vor sich hat.

Im allgemeinen aber wird das Spiel sowieso zu langsam nach vorne gestaltet, einen bestimmten Spieler kann man da aber nicht hervorheben, es macht einfach den Eindruck als ob die Spieler erst noch nach hinten und zur Seite schauen bevor eine Anspielstation in der Offensive gesucht wird. Da muss man natürlich diese elendigen langen Bälle, die den Mitspieler nicht finden, herausnehmen. Das ist kein „fussballerisches“ Mittel, sondern Gebolze auf Gut Glück! Wehe es kommt mir einer und meint, dass wir 2009 damit Meister geworden sind. Das sah da nämlich ganz anders aus. Marcel Schäfer hatte viel mehr Offensivaktionen und über rechts kam deutlich mehr. Das konnte man heute wieder ganz gut sehen als Sascha Riether auf die rechte Seite rückte. Als wenn er im Spiel nicht schon genug gelaufen wäre, war er derjenige, der die Bälle eroberte und Druck über Außen machte. Wahnsinn der Kerl!

An wem liegt das nun alles? Am Trainer? An den Einstellungen der Spieler? Ich denke an beidem. Nichtsdestotrotz würde ich keinen Trainerwechsel propagieren. Denn dann bekäme man keine Konstanz ins Spiel. Also bleibt uns nichts anderes über, als uns Spieltag für Spieltag weiter zu quälen, und auf bessere Zeiten zu hoffen…

So, habe fertig, Dr.Fussball-Prof. Patrick S.

P.S.: Auch mit 34 Unentschieden würde man wohl nicht direkt absteigen, aber ist dass das Ziel?

P.P.S.: Die Nachwehen der Fans des 1. FC Kaiserslautern nach dem Abstieg 2006 sind wohl größer als gedacht…

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Über Patrick Stuhlemmer

Vater, Griller, Fussballfan, Kinogänger, Serienjunkie, Produkttester, Leseratte, Blogger, Kaffeetrinker, Kaufempfehler. Seit Januar 2009 mit Weblog-Deluxe im "Neuland" vertreten. Vorsicht: Beiträge könnten Ironie oder Sarkasmus trotz fehlender Smileys beinhalten! ;-) Ihr findet mich auch auf Google+ oder Twitter

2 Kommentare

  1. P.P.S.: Die Nachwehen der Fans des 1. FC Kaiserslautern nach dem Abstieg 2006 sind wohl größer als gedacht…

    –>
    Falls du damit aufs Pfeifkonzert anspielst, dann hat das weniger mit dem Abstieg 2006 zu tun, das ist auf dem Betze halt so, dass der Gegner ausgepfiffen wird, egal wer da kommt.
    Dass das Pfeifkonzert aber wegen dem Abstiegsendspiel kam halte ich für ein Gerücht, zumal ich das auch nur bei euch im Forum gelesen hab und in keinem FCK-Forum.

    Ansonsten treffende Analyse, null Ecken und vll. eine halbe Chance sprechen für sich, sehr enttäuschende Leistung eurerseits. Warum wir dann aber auch mit dem 0:0 zufrieden waren verstehe ich allerdings nicht, der Dreier war locker drin und wäre auch verdient gewesen.