Freitag , 14 August 2020
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Vegan und pflegend: Diese Kosmetik kann beides

Vegan und pflegend: Diese Kosmetik kann beides

Vegan liegt voll im Trend und wenn man schon vegan lebt, so soll doch bitte auch die Pflege, die man an seine Haut lässt, diese Ansprüche erfüllen. Dabei geht es nicht zwingend um eine ethische Grundsatzdiskussion, sondern manchmal eben auch ganz banal nur darum dazu zu gehören und den Trend mitzuerleben. Doch was bedeutet vegane Pflege und ist natürliche Kosmetik auch vegan oder vegane Pflege frei von Tierversuchen?

Damit man seine Hände guten Gewissens in „Unschuld“ waschen kann und die verwendeten Handseifen und Pflegeprodukte auch das halten was wir von ihnen erwarten, wollen wir all denen, die sich in dem Etikettendschungel auch so verloren fühlen wie es uns erst erging eine Orientierung bieten.

Bringen wir etwas Licht ins Dunkel

Die Begriffe vegan, natürlich und tierversuchsfrei sind oft auf den Produkten im Regal zu finden, doch so ganz genau wussten auch wir nicht was wir bekommen, wenn wir eine natürliche Handpflege kaufen. Also haben wir uns erkundigt und haben folgende Informationen zusammengetragen:

Naturkosmetik

Den Begriff Naturkosmetik darf eigentlich jeder auf sein Produkt drucken, der auf den Zug der Naturkosmetik aufspringen will. Der Begriff ist nicht geschützt und somit kann man nicht sicher sein, dass die Kosmetikprodukte auch wirklich halten was sie versprechen oder mehr Schein als Sein sind. Wenn wir sicher sein wollen, dass die Produkte auch wirklich nur aus Rohstoffen aus der Natur hergestellt wurden, dann müssen wir auf folgende Siegel achten: Das BDHI-Siegel, das NaTrue Siegel, das Cosmos und das Organic Siegel. Kosmetik, die mit einem dieser Siegel ausgezeichnet ist, ist auf jeden Fall frei von Silikonen, Parabenen, aggressiven Tensiden, PEGs, und synthetischen Farb- und Duftstoffen. Doch wenn man sicher gehen möchte, dass die gewählten Produkte auch vegan sind oder bestenfalls auch noch frei von Tierversuchen, dann muss man etwas tiefer in die Materie eintauchen und sich genauer mit den einzelnen Kriterien, nach denen die Siegel vergeben werden, beschäftigen.

Vegane Kosmetik- und Pflegeprodukte

Eines vorweg, vegane Kosmetik ist zwar auf jeden Fall frei von jeglichen Inhaltsstoffen die einen tierischen Ursprung haben, das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass sie auch aus rein natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Eine reine Chemiekeule kann auch vegan sein. Wir möchten uns aber mit natürlicher Kosmetik beschäftigen, die zudem noch vegan ist. Doch was bedeutet vegan nochmal? Also, es dürfen keine tierischen Fette enthalten sein, aber wie sieht es beispielsweise mit der Milchsäure aus, die wir in einigen der als vegan gekennzeichneten Kosmetika gefunden haben? Hier können wir beruhigend auflösen: Die Milchsäure wird in diesem Fall nicht aus Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch gewonnen, sondern wird in diesem speziellen Fall synthetisch hergestellt. Woher kommt nun der Hype um vegane Körperpflege? Und was können die veganen Körperpflegeprodukte? Wir möchten chemiefreie Pflege, die unsere Haut mit allem versorgt was diese benötigt und nur das beinhaltet, was sie auch wirklich braucht. Ganz nach der Devise- weniger ist manchmal mehr. Was nützen uns die vielen Zusatzstoffe, deren Namen wir meist nicht einmal aussprechen können, und deren Wirksamkeit oder Nutzen, die sich nicht so wirklich für uns erschließen? Also setzen wir lieber auf einige wenige Inhaltsstoffe, die uns bekannt sind und von denen wir wissen, dass unsere Haut sie verträgt. Und genau hier setzen zum Glück viele Hersteller, ob klein oder groß, an und bieten vegane Kosmetik mit einer überschaubaren Zutatenliste. Ein Hersteller für hautverträgliche Handseifen und Pflegeprodukte, der uns in diesem Zusammengang vor allem über Instagram positiv aufgefallen ist, ist Jean & Len. Die Handseifen sind nachhaltig und vegan, für Allergiker und Kinder geeignet und es gibt sogar umweltschonende.

Sicher auch tierversuchsfrei

Wer sich dazu entschieden hat ein veganes Leben zu führen, sei es aus Überzeugung dem Tierwohl gegenüber oder aber aus einer anderen Intension heraus, der wird kein Produkt unterstützen wollen, das an irgendeinem Tier getestet wurde. Leider kann man sich hier bei einigen Herstellern nicht immer ganz sicher sein, auch wenn viele von ihnen damit werben, dass ihre Produkte nicht an Tieren getestet werden. Gerade die großen Marken haben hier in der Vergangenheit schon die ein oder andere Lücke für sich entdeckt und testen zwar ihre Produkte nicht mehr an Tieren, wohl aber die einzelnen Inhaltsstoffe. Wer sicher gehen möchte, dass die Bezeichnung „frei von Tierversuchen“ nicht nur werbewirksam eingesetzt wurde, sondern auch tatsächlich und in vollem Umfang umgesetzt wird, der sollte sich auf der Seite Kosmetik ohne Tierversuche von PETA über die gewählte Firma erkundigen. Auf der Seite findet ihr auch alle Produkte, die von PETA ausführlich auf ihre Inhaltsstoffe untersucht wurden und sicher vegan sind.

Fazit

Fassen wir nochmal alles zusammen: Natürliche Körperpflegemittel enthalten, zumindest wenn sie mit einem der entsprechenden Siegel gekennzeichnet sind, nur Zutaten natürlichen Ursprungs. Das kann bedeuten, dass die Zutaten sowohl aus Pflanzen wie aber auch aus tierischen Erzeugnissen wie Milch, Honig oder tierischen Fetten gewonnen werden. Legt man Wert auf eine vegane Pflege, dann reicht es nicht aus nach natürlichen Pflegeprodukten Ausschau zu halten, man sollte auf Siegel achten, die belegen, dass es sich um vegane Produkte handelt. Wer sich von den Werbeversprechen und Etiketten nicht verunsichern lassen möchte, der sollte sich im Internet erkundigen und prüfen, ob das gewünschte Produkt alle Anforderungen erfüllt, die man an die Pflegeprodukte und Kosmetik stellt und an seine Haut lassen möchte.

Vegan und pflegend: Diese Kosmetik kann beides
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Über Toni Ebert