Samstag , 26 November 2022
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So lernt ein Baby das Schlafen
Baby beim Einschlafen, Bild: Unsplash

So lernt ein Baby das Schlafen

Ein kuschliges Bett, ein ruhiger abgedunkelter Ort und ein sattes und müdes Kind – und schon funktioniert es mit dem Schlafen. Nun, ganz so einfach ist das nicht, denn die Kleinsten müssen erst einmal lernen, wie man schläft.

Laut verschiedenen Expert:innen leidet rund jede fünfte Mutter unter Schlafmangel, weil ihr Kind nicht ins Bett will.  Das Gute: häufig lassen sich diese Störungen wieder abstellen, insofern Eltern über den Schlafbedarf ihres Kindes informiert sind. Wie man ein Baby schlafen legen sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ein fester Rahmen ist notwendig

Genauso schnell wie sich Babys in den ersten Monaten ihres Lebens entwickeln, so oft ändert sich auch ihr Schlafverhalten. Fast niemand geht davon aus, dass Neugeborene bereits nach der Geburt durchschlafen. Schlafverhalten muss genauso wie Drehen, Krabbeln und Laufen gelernt werden. Etwa im dritten Lebensmonat beginnen die Kleinsten dann durchzuschlafen – ungefähr von Mitternacht bis morgens um sechs Uhr. Ebenfalls legen die Zwerge tagsüber immer wieder einmal eine Schlafpause ein, um sich vor den vielen Eindrücken zu erholen, mit denen sie seit der Geburt konfrontiert werden. Nicken die Kleinen jedoch kurz ein, schrecken wieder hoch und schreien, mangelt es oft an einem regelmäßigen Rhythmus.

Kinder, egal welchen Alters, benötigen einen festen Rahmen. Es benötigt natürlich Zeit, bis ein Baby seinen eigenen Rhythmus entwickelt hat, aber Eltern können dabei sehr gut helfen.

Mit diesen Tipps klappt das Schlafen

Damit die Kleinen lernen, wie sie am erholsamsten schlafen, ist es notwendig, bestimmte Tipps zu beachten. Unter anderem empfiehlt es sich, die Babys nicht zu oft zu füttern. Zwischen den Mahlzeiten sollten, wenn es geht, zwei Stunden liegen. Säuglinge, die öfter trinken wollen, haben selten Hunger, sondern verlangen nach Nähe. Eltern sollten hier ausprobieren, das Kleine einfach einmal zu streicheln, mit ihm zu schmusen oder einen Schnuller zu verwenden.

Ebenfalls ist es wichtig, beim Schlafengehen auf einen organisierten Rhythmus zu achten. Neugeborene sind etwa alle eineinhalb Stunden müde und wollen schlafen. Hierbei spielt es in erster Linie keine Rolle, wo sie das tun. In diesem Alter benötigen Kinder jedoch viel Nähe, weil sie auf diese Weise ein Gefühl für Ihren Körper bekommen und erfahren, wo sie anfangen und wo sie aufhören. Es spricht aber nichts dagegen, das Kind in sein Bett zu legen. Viele Babys wachen auf, sobald sie nach dem Einschlafen umgebettet werden.

Manchen Kindern ist der Tagesablauf eines Erwachsenen zu viel. Das bedeutet, dass sie nur zur Freude Ihrer Eltern, mit zur Rückbildungsgymnastik, ins Café oder auf das Treffen mit den Freunden gehen. Um Babys nicht zu überfordern, hilft es daher einen abgespeckten Terminkalender mit Ruhezeiten zu organisieren, der es dem Kind ermöglicht, im eigenen Bett zu verbringen.

Wird das Baby dann ins eigene Bett gebracht, ist es hilfreich darauf zu achten, dass dieses zum Einschlafen immer weniger den Elternteil benötigt. Möglichst sollte hier Händchenhalten oder Streicheln vermieden werden. Am besten wird das Zimmer nach dem Gute-Nacht-Ritual verlassen, damit es lernt, ohne Mama oder Papa einzuschlafen.

Über Toni Ebert