Samstag , 31 Juli 2021
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Corona Pandemie: Lehren aus der Krise für den Handel und die Wirtschaft

Corona Pandemie: Lehren aus der Krise für den Handel und die Wirtschaft

Es zeichnen sich deutlich die ersten Verlierer der Corona-Pandemie aus Handel und Wirtschaft ab. Vorab sollte nicht unerwähnt bleiben, dass solch eine Krise nicht absehbar war. Viele Wirtschaftsweise sahen eher Gründe in einer Weltwirtschaftskrise in den Handelskonflikten insbesondere zwischen den USA und China, einer EFT-Blase oder allgemeine und exzessiven Aktienspekulationen. Dass jedoch eine Pandemie beziehungsweise Epidemie weltweit ausbricht, war einfach nicht vorherzusehen, die auch noch einen solch starken Einfluss auf die gesamte Weltwirtschaft haben könne. Nachstehend können die Verlierer genannt werden, die besonders in dieser Krise leiden und hohe Verluste erleben:

  • Tourismusbranche
  • Allgemeines Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Fluggesellschaften
  • Flughäfen
  • Personentransportunternehmen wie Busse und Bahn
  • Einzelhandel, der keine Lebensmittel verkauft
  • Autoverleihunternehmen
  • Zeitarbeitsbranche
  • Kinobranche

Der Maschinenbau und die Automobilbranche mit ihren Zulieferern dürften ebenso Einnahmeverluste haben. Diese könnten sich jedoch etwas nach vorne verlagern. Sofern die Wirtschaft wiederauflebt, werden die Verkäufe wieder steigen. Die Verkäufe in der Automobilbranche könnten jedoch moderater steigen, da eine vergrößerte Arbeitslosigkeit dazu führt, dass hohe Wertgüter wie Neuwagen weniger als zuvor eingekauft werden.

Die Gewinner dürften bei dieser Krise der Corona-Pandemie die folgenden sein:

  • Einzelhandel des Lebensmittelbereichs
  • Apotheken
  • Produktionsunternehmen von Medikamenten und medizinischen Geräten und Hygieneartikeln
  • Onlinehandelsunternehmen
  • Streamingdienste

Welche Lehren können nun konkret aus einer Weltwirtschaftskrise gezogen werden?

Es ist zu beobachten, dass viele Unternehmen unter den Umsatzrückgang, der manchmal sogar auf Null geht, stark leiden. Denn sie haben nicht vorgesorgt oder durch starken vorherigen Preiskampf nicht vorsorgen können. Somit haben sie keinerlei Rücklagen. Zwar werden staatliche Hilfen kommen, aber selbst die könnten eventuell nicht mehr ausreichend sein. Eine Insolvenz ist deswegen unausweichlich. Es können nun folgende beispielhafte Lehren aus den der Weltwirtschaftskrise gezogen werden. Diese gelten natürlich nicht für alle Hersteller und Dienstleister, da ihre Produkte zu spezifisch sind und sich nicht einfach auf eine Quarantäne-Situation umstellen lassen. Dies betrifft beispielsweise Restaurants, Fluggesellschaften und Kinos.

1. Einzelhandel

Es hat sich gezeigt, dass mit der Corona-Pandemie neben einem physikalischen Laden ein zweites Standbein sinnvoll ist. Dieses heißt „Onlinehandel“.

Amazon hat beispielsweise eine Umsatzsteigerung zu verzeichnen, die enorm ist und zu Neueinstellungen führt.

2. Produzierendes Gewerbe

Einige Unternehmen haben sich auf einen anderen Bedarf eingestellt und ihre Produktion angepasst. Das betrifft die Produktion von medizinischen Geräten und Hygieneartikeln. Der Bekleidungshersteller Trigema hat beispielsweise die Produktion ihrer T-Shirts auf Atemschutzmasken umgestellt.

3. Filmbranche

Die Filmbranche muss noch stärker die Streamingdienste einbeziehen, als sie dies ggf. nicht ohnedies schon tut. So lassen sich die geplanten Kinofilme mittels zuvor ausgehandelter Verträge schneller über die Streamingdienste vertreiben.

Fazit

Eine Weltwirtschaftskrise bringt natürlich immer Nachteile mit sich. Das soziale Leid steigt und auch die Wirtschaft sowie der Handel leiden. Dann fallen Arbeitsplätze weg, die die Arbeitslosen in persönlicher wirtschaftlicherBedrängnis bringen. Wenn allerdings Unternehmen flexibel und schnell reagieren, können sie rascher aus der eigenen Krise herauskommen und sogar später Vorteile aus dieser schöpfen. Solche raschen Entscheidungen und Handlungen können den Verlierer zum späteren Gewinner machen.

Über Toni Ebert