Montag , 18 Dezember 2017
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Basische Ernährung: Was steckt hinter dem Ernährungsstil?

Basische Ernährung: Was steckt hinter dem Ernährungsstil?

Dass die Menschen in Industrienationen häufig an Übersäuerung leiden, ist in allen Medien zu hören und zu lesen. Doch was bedeutet „Übersäuerung“ und welche Auswirkungen hat sie auf unser Wohlbefinden? Wir gehen den Fragen auf den Grund und klären kurzerhand auf.

Worum handelt es sich bei einer Übersäuerung?

Die kaum vermeidbare Verwendung industrieller Lebensmittel, übermäßiger Konsum von Convenience-Food als auch zu viel Stress im Alltag führen nicht selten zu einer sogenannten Übersäuerung des Körpers, der Säure-Basen-Haushalt gerät also aus dem Gleichgewicht. Eine Basische Ernährung kann dem entgegenwirken. Einer Übersäuerung ist allerdings nur selten im Blutbild ablesbar, da der gesunde Körper normalerweise über eine Vielzahl an Puffersystemen zur Regulierung verfügt. Je nach Körperregion variiert der pH-Wert. Während im Magen etwa das saure Milieu gewünscht und gebraucht wird, sollte beispielsweise das Bindegewebe basisch bleiben. Anhand des Urins lässt sich herausfinden, ob der Körper letztendlich übersäuert ist. Einfache Teststreifen, die in jeder Apotheke oder dem Internet angeboten werden, geben Aufschluss. Das Indikatorpapier zeigt bei einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt einen pH-Wert von 7, maximal jedoch von 7,5.

Basische Ernährung als Dauerlösung

Im Rahmen einer Basischen Ernährung kann jeder der Übersäuerung seines Körpers entgegenwirken. Lebensmittel, mit einem negativen PRAL-Wert gelten als basenbildend. Der PRAL-Wert indes gibt Auskunft darüber, wie viel Säuren der Körper über die Nieren ausscheiden muss. Säurebildende Lebensmittel müssen indes nahezu vollständig vom Speiseplan gestrichen bzw. durch basenbildende ausgeglichen werden. In erster Linie gehören vor allem viel frisches Obst, Gemüse sowie Salate, Kräuter und Säfte zu den wichtigsten basischen Lebensmitteln. Die Zufuhr von Proteinen, etwa über Quark oder Käse, muss minimiert werden. Selbst Vollkorngetreide gilt als schwach bis mittel säurebildend. Stark basisch wirken indes u.a.:

  • Kartoffeln
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Linsen
  • Zwiebeln
  • Fenchel
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Wirsing
  • Endivie
  • Spargel
  • Brokkoli
  • Avocado
  • Kiwi
  • Brechbohnen

Typische Beschwerden bei Übersäuerung

Da sich die Übersäuerung im Blut kaum nachweisen lässt, wissen viele Betroffene nichts von ihrem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Dennoch gleichen sich oftmals die ersten Symptome:

  • Betroffene klagen über Erschöpfung.
  • Sie fühlen sich lustlos und unmotiviert.
  • Trotz ausreichendem Schlaf verspüren sie eine chronische Müdigkeit.
  • Teilweise zeigen sich Angstzustände oder gar Depressionen.
  • Körperlich können sich vor allem entzündliche Vorgänge intensivieren. Arthrose, Rheuma oder Ekzeme nehmen zu.
  • Die Anfälligkeit für grippale Infekte oder auch Herpes steigt.
  • In schweren Fällen können zudem Zusammenhänge zu Herzrhythmusstörungen entstehen.

Fazit: Die Basisische Ernährung bedarf einer Reduzierung proteinhaltiger, säurebildender Kost wie Fleisch und Michprodukten. Basenbildende Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Kräuter rücken indes in den Mittelpunkt der Ernährung. Eine Übersäuerung kann festgestellt werden, indem mit Indikatorteststreifen der pH-Wert des Urins bestimmt wird. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt zeigt einen pH-Wert von 7 bis 7,5.

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