Mittwoch , 16 August 2017
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Zecken im Herbst – Schutz für September & Oktober

Zecken im Herbst – Schutz für September & Oktober

Zecken mögen nur sommerlich-warme Temperaturen? Das ist so leider nicht korrekt. Solange das Thermometer nicht weniger als zehn Grad anzeigt, sind die Spinnentiere noch aktiv. Das heißt, Zecken sind auch im Herbst unterwegs – und machen einen ausreichenden Schutz notwendig.

Aktive Zecken – auf die Temperatur kommt es an

Ob beim Wandern oder Pilze sammeln, die Herbstsonne lockt ins Freie. Wer sich jedoch durch Gestrüpp oder hohe Wiesen bewegt, riskiert, der neue Wirt für Zecken zu werden. Und das ist nicht zu unterschätzen: Denn Zecken sind Überträger von Krankheiten wie Borreliose (bakterielle Infektionen) oder FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute). Letztere verbreiten Zecken allerdings nicht nur im Frühsommer, sondern solange ideale Temperaturen vorherrschen – bei etwa über zehn Grad Celsius fühlen sie sich am wohlsten. Von daher können Zecken auch im Herbst noch aktiv sein – manche sogar bis in den November hinein. Wer im Freien unterwegs ist, sollte daher den Zeckenschutz nicht vergessen.

Tipps: So können sich im Herbst vor Zecken schützen

Der Schutz vor Zecken im Herbst ist ähnlich dem im Sommer. Die wichtigsten Tipps gibt es nachfolgend:

• Einen wirksamen Zeckenschutz bieten sogenannte Repellents, beispielweise Antibrumm, die durch bestimmte Wirkstoffe die lästigen Spinnentiere fernhalten. Einige Repellents lassen sich zudem auf die Kleidung auftragen.
• Tragen Sie geschlossene Kleidung, sprich langärmelige Oberteile und lange Hosen. Ein zwar nicht ganz ästhetischer, dafür durchaus sinnvoller Tipp: die Hose in die Socken stopfen.
• Setzen Sie im Herbst auf helle Kleidung, denn auf dieser sind Zecken um einiges besser zu erkennen.
• Bleiben Sie auf den Wegen und vermeiden Sie Gestrüpp sowie hohes Gras.
Gründlich auf Zecken untersuchen. Dabei sollten die von der Zecke bevorzugten Stellen nicht vergessen werden, sprich Kniekehlen, Achseln, Nacken, Haaransatz sowie Intimbereich.
• Über eine Impfung gegen FMSE sollten all die nachdenken, die in einem FSME-Risikogebiet (z.B. Bayern, Baden-Württemberg) leben oder in ein solches reisen. Wer sich vor Zecken im Herbst schützen will, sollte die Impfung rechtzeitig durchführen lassen.

Zusätzlicher Tipp: Zeckengefahr durch Hund und Katz

Zecken mögen nicht nur Menschen, sondern können sich ebenfalls im Haar unserer tierischen Vierbeiner festkrallen. Wer dann mit seinem Tier spielt oder kuschelt, riskiert, dass die Zecke auf einen selbst übergeht. Um die Gefahr zu minimieren, sollte man sein Haustier nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich auf Zecken untersuchen.

Zecken richtig entfernen

Aller Schutzmaßnahmen zum Trotz, kann es einer Zecke gelingen, sich festzubeißen. Ist dies der Fall, dürfen Sie die Zecke auf keinen Fall zerquetschen oder versuchen mit Öl zu entfernen. Die Zecke zu ersticken führt häufig dazu, dass sie mehr Körperflüssigkeit in die Wunde abgibt, wodurch gleichzeitig mehr Krankheitserreger eindringen können.
Eine Zecke lässt sich am besten mit einer Zeckenzange oder -pinzette entfernen. Mit dieser sollten Sie das Spinnentierchen so nah wie möglich an der Haut fassen und gerade herausziehen. Im Anschluss daran die Wunde desinfizieren und in den nächsten Tagen beobachten. Stellen Sie Rötungen oder andere Auffälligkeiten fest, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

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