Samstag , 14 Dezember 2019
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Warum Smartphones auch in Beziehungen eine immer wichtigere Rolle spielen

Warum Smartphones auch in Beziehungen eine immer wichtigere Rolle spielen

Neue Technologien und Medien spielen auch für Beziehungen eine immer wichtigere Rolle. So garantiert das Smartphone, dass beide Partner ständig erreichbar sind und sich jederzeit eine kurze Nachricht hin und her schicken können. Das gilt insbesondere für frisch verliebte Paare, die sich noch in der Phase der großen Verliebtheit befinden. Schließlich möchten die Partner jede Sekunde miteinander verbringen und immer wissen, wo der Partner ist und was er gerade macht – doch die ständige Erreichbarkeit hat durchaus auch ihre Schattenseiten.

Wenn der ständige Begleiter einmal weg ist

Für viele Menschen ist das Smartphone zu einem unverzichtbaren Begleiter in jeder Gelegenheit geworden. Für sie ist es also auch selbstverständlich, dass das Handy nicht ausgeschaltet wird, wenn sie sich zu einem romantischen Dinner mit ihrem Schatz treffen – und eingehende Nachrichten natürlich auch prompt beantworten.

Auf die Gefühle des Partners nimmt der Handybesitzer in diesem Fall kaum Rücksicht. Denn beschäftigt sich der Partner ständig nur mit seinem Smartphone, fühlt sich der Gegenüber rasch zurückgewiesen und einsam. Dazu sagt Wolfgang Krüger, ein Paar- und Tiefenpsychologe: „Ein klingelndes Handy hat etwas Brutales, es bricht in eine menschliche Beziehung hinein wie kleine Kinder, die im Gespräch immer dazwischen funken.“

Wenn die Partner nur sich selbst haben

Seiner Erfahrung nach kann die ständige Erreichbarkeit sogar dazu führen, dass Partnerschaften zerbrechen. Denn die normale Zuwendung, die der Partner haben möchte und auch braucht, ist dadurch erheblich gestört. Schalten beide Partner nun ihr Gerät aus und legen es für einen längeren Zeitraum beiseite, haben sie gar keine andere Wahl mehr, als sich miteinander zu beschäftigen. Dann stellt sich jedoch rasch die Frage, ob die Partner diese Nähe auch aushalten, wenn sie nicht zwischendurch abgelenkt werden. Diese Frage stellt sich nach den Erfahrungen des Psychologen auch bei gemeinsamen Urlauben in trauter Zweisamkeit.

Denn hat die Beziehung keine gesunde und starke Basis, empfinden Partner diese Nähe eher als bedrohlich. Aus diesem Grund würde auch ein Drittel aller Trennungen nach einem gemeinsamen Urlaub erfolgen. Denn am Urlaubsort fehlt es schlicht an den gewohnten Ablenkungen und Rückzugsräumen von der Beziehung. Erst dann merken die Partner, dass sie dem anderen eigentlich gar nichts mehr zu sagen haben. Diese Unstimmigkeiten beginnen in den meisten Fällen schon vor der eigentlichen Reise. Unter anderem können sie sich oft nur unter größten Schwierigkeiten auf ein gemeinsames Reiseziel einigen.

Das Smartphone zum Verbündeten machen

Die persönliche Kommunikation wird in vielen Partnerschaften also nicht mehr allzu groß geschrieben. Und das verstärkt sich sogar noch, wenn sich einer der Partner zunehmend scheinbar aus der Beziehung zurückzieht und immer öfter später nach Hause kommt. Natürlich lautet dann die bange Frage, ob er nicht vielleicht fremdgeht. Für Klarheit sorgt in solchen Situationen eine Software, die es möglich macht, Nachrichten auf WhatsApp mitlesen zu können. Ersichtlich wird damit der komplette Nachrichtenverlauf, also auch die gelöschten Nachrichten. Der scheinbar betrogene Partner verschafft sich damit also Gewissheit darüber, ob der andere wirklich fremdgeht oder sich nur einen persönlichen Freiraum mit Freunden geschaffen hat – was natürlich auch nicht optimal ist.

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Über Toni Ebert