Donnerstag , 26 November 2020
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Sodbrennen – ein weit verbreitetes Übel

Sodbrennen – ein weit verbreitetes Übel

Saures Aufstoßen, gar brennende Schmerzen in der Brust, das sind nur einige der unangenehmen Begleiterscheinungen, die mit dem so genannten Reflux verknüpft sind …

Ein Rückfluss von Magensäure, der bis in die Speiseröhre, gar in den Mund reicht:

Was sind die Ursachen von Sodbrennen, und wie lässt sich dem vorbeugen?

Zugrunde liegt dem Symptom häufig Stress, also ein so genannter Reizmagen, aber unter Umständen auch eine Schwäche bzw. Funktionsstörung am Schließmuskel zum Mageneingang. Zu üppige Mahlzeiten, aber auch Alkohol- und Nikotin-Konsum, können das Übel verschlimmern. Es gibt aber auch Medikamente, die dafür bekannt sind, dass sie ein Sodbrennen auslösen. Nicht zuletzt begleitet das Sodbrennen viele Schwangere bis zur Geburt.

Abgrenzung von anderen Erkrankungen:

Im Umkehrschluss kann aber auch eine Magenschleimhautentzündung ein Sodbrennen auslösen. Verbunden mit Schmerzen im Oberbauch, gar unter dem Brustbein, die mitunter gar den Verdacht auf einen Herzinfarkt nahelegen. Die Symptome sollten also, zumal dann, wenn sie ständig wiederkehren, abgeklärt werden. Auch deshalb, weil ein dauerhafter Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre hier häufig zu Entzündungen führt, die unbedingt therapiert werden müssen. Denn permanente Entzündungen im Bereich von Speiseröhre und Magen führen häufig zu Veränderungen im zellulären Bereich, die als Vorstufe für Tumore in Betracht kommen.

Vorbeugung und Hausmittel:

Vorbeugen lässt sich einem Sodbrennen, zumal dann, wenn dies nur gelegentlich auftritt, durch weniger umfangreiche und fettige Speisen. Alkohol, aber auch Kaffee sollte man meiden und den Nikotin-Konsum so weit wie möglich reduzieren. Bei einem akuten Sodbrennen helfen auch Hausmittel wie trockenes Brot oder Zwieback dabei, die überschüssige Magensäure zu binden und damit die Symptome zu lindern. Natürlich sind auch bestimmte Kräutertees, wie Kamille oder Fenchel, dazu geeignet, einen nur gelegentlich rebellierenden den Magen zu beruhigen. Zudem gibt es in den Apotheken verschiedene, teils rezeptfrei erhältliche Medikamente, die entweder die Ausschüttung von Magensäure hemmen oder aber bereits gebildete Magensäure binden und neutralisieren. Diese haben die Eigenschaft, die Symptome rasch zu lindern, können aber oftmals nicht das Problem an sich lösen.

Gang zum Arzt sehr zu empfehlen!

Obwohl Medikamente zur Linderung von Sodbrennen in den Medien äußerst offensiv beworben werden, ist – sollten die Probleme häufiger auftreten – die Konsultation eines (Fach) Arztes daher sehr zu empfehlen.

Der wird im Rahmen seiner Diagnose, neben einem ausführlichen Gespräch und einer Abtastung des Bauchraums, ggf. weitere Untersuchungen wie eine Magenspiegelung und / oder eine Langzeit-Säuremessung vorschlagen.

Ärztliche Therapie:

Da auch Übergewicht Sodbrennen begünstigen kann, wird der Haus- oder Facharzt Lebenswandel und Essgewohnheiten genau hinterfragen und oftmals auch radikal umstellen. Tatsächlich können auch Schokolade oder kohlensäurehaltige Getränke ein Sodbrennen auslösen und müssen dann ggf. weggelassen, zumindest jedoch auf eine Minimum begrenzt werden. Da sich das Übel über Nacht häufig verschlimmert und viele Betroffene mit einem sauren Geschmack im Mund aufschrecken, helfen auch ein Hochlagern des Kopfes und Oberkörpers, da so ein Aufsteigen der Magensäure schon rein mechanisch erschwert wird. Generell sollten Personen, die zu Sodbrennen neigen, auf üppige Abendmahlzeiten verzichten und zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen – außer Tees und / oder stillem Wasser – gar nichts mehr zu sich nehmen.

Unser Fazit:

Da durchaus auch Stress als Auslöser für den Reflux in Betracht kommt, können Entspannungsübungen wie autogenes Training und Yoga äußerst hilfreich sein.  Zudem sollten die Betroffenen viel Sport treiben. Denn eine gesunde Lebensweise und Ernährung vermag meist zu verhindern, dass sich das Übel auswächst und zum Beispiel die beschriebene Entzündung der Speiseröhre auslöst. In bestimmten Fällen vermag dann auch ein operativer Eingriff, der das Ziel hat, den Schließmuskel zu stärken, helfen und angezeigt sein. Doch das kann nur der Arzt entscheiden, der bei dauerhaften Beschwerden (siehe oben) unbedingt konsultiert werden sollte!

Über Toni Ebert