Freitag , 17 August 2018
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So funktionieren Investmentgesellschaften

So funktionieren Investmentgesellschaften

Wer Vermögen anlegen will, stößt immer wieder auf den Begriff Investmentgesellschaft. Doch was genau ist das überhaupt und wie funktioniert sie? Wir klären auf.

Das macht eine Investmentgesellschaft

Investmentgesellschaften, auch Fondsgesellschaften oder Kapitalanlagegesellschaften genannt, sind Unternehmen, die Kapital von Anlegern sammeln und die ihnen anvertrauten Gelder nach Maßgabe der gesetzlichen und vertraglichen Grundsätze in diverse Anlageklassen, wie Wertpapiere oder auch Immobilien, investieren. Hierfür wird ein sogenanntes Sondervermögen, auch Fondsvermögen, angelegt. Über dieses werden von der Investmentgesellschaft Anteilscheine eingekauft. Das Sondervermögen kann nicht nur aus Bargeld bestehen, oft zählen auch Renten, Anleihen, Immobilien oder andere Vermögenswerte dazu.

Eine Investmentgesellschaft hat die Möglichkeit, mehrere Sondervermögen anzulegen. Diese müssen dann allerdings getrennt voneinander geführt werden und dürfen nicht die gleiche Bezeichnung haben.

Eine Investmentgesellschaft kann beliebige Rechtsformen haben. Üblich sind hier Rechtsformen, welche auf Investmentgesellschaften zugeschnitten sind oder freiere Rechtsformen, wie der Investmentclub – dies ist eine Fondsgesellschaft, welche die Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) in Deutschland oder einer einfachen Gesellschaft in der Schweiz hat.

Bezüglich des Kapitals gibt es Unterschiede: Während geschlossene Fonds ein festgelegtes Investitionsvolumen haben, können Investmentgesellschaften mit einem variablen Kapital immer weiter wachsen, indem sie Anteile ausgeben. Ein Anteil ist immer so viel Wert, wie es das aktuelle Fondsvermögen geteilt durch die Zahl der ausgegebenen Anteile, ergibt. Mit dem durch die Ausgabe von Anteilen aufgenommenen Geld wird dann das Portfolio an Wertpapieren und anderen Vermögensgegenständen erweitert. Hier profitiert dann der Anleger, denn wenn das Portfolio an Wert gewinnt, wird auch automatisch sein Anteil an Wert steigen. Doch genauso funktioniert es auch umgekehrt: Sinkt der Wert, macht er Verluste, welche er tragen muss.

Je nachdem, ob der Anleger das Vermögen direkt oder indirekt besitzt, trägt er gegebenenfalls zum Anlagenrisiko noch ein weiteres Risiko – das Emittentenrisiko, welches dann entsteht, wenn die Investmentgesellschaft zahlungsunfähig wird. Allerdings wird dieses Risiko in Deutschland bei Kapitalanlagegesellschaften minimiert, da das rechtliche Konzept des Sondervermögens den Anleger schützt. Hier wird nämlich das separate Betrachten der verschiedenen emittierten Anlageinstrumente vorgeschrieben.

Staatliche Kontrollen und Geschäftsabläufe einer Investmentgesellschaft

Zumindest in Deutschland müssen Investmentgesellschaften einige Auflagen erfüllen und werden von der Finanzaufsichtsbehörde genau überwacht. Wer eine Investmentgesellschaft gründen möchte, benötigt zunächst eine Genehmigung, bevor der Geschäftsbetrieb aufgenommen werden darf. Immer wenn ein neuer Fonds angelegt werden soll, ist hierfür eine Genehmigung erforderlich. Zudem müssen die aktuellen Preise der Anteile regelmäßig veröffentlicht werden. Welche gesetzlichen Bestimmungen erfüllt werden müssen, richtet sich immer danach, wo die Investmentgesellschaft ansässig ist. Die Auflagen des Investmentgesetzes sind in Deutschland übrigens wesentlich strenger als in den USA.

Eine Investmentgesellschaft arbeitet meist mit mehreren Finanzdienstleistern zusammen. So führt eine Servicegesellschaft die Buchhaltung der Fonds aus und eine Depotbank übernimmt die Verwahrung des Fondsvermögens. Von ihr werden außerdem alle Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft überwacht. Das Investmentgesetz §§ 20 ff. sieht vor, dass die Depotbank die Rechtmäßigkeit der Geschäfte, den korrekt ermittelten Anteilspreis, das Collateral Management, die Anlagegrenzprüfung und die Marktgerechtigkeit kontrolliert. Unterschiedliche Kreditinstitute verwalten die Anteilkonten der einzelnen Anleger und den Zahlungsverkehr.

Manche Fonds haben einen externen Berater, den sogenannten Advisor, welcher die Investmentgesellschaften rund um Käufe und Verkäufe berät. Findet die Investmentgesellschaft jemand, der das Fondsportfolio gut verwalten kann, kann dies auch ausgelagert werden. Wenn es um den Handel mit Wertpapieren an der Börse geht, ist der Broker der richtige Ansprechpartner. Verschiedene Vertriebspartner kümmern sich um den Verkauf der Investmentfonds-Anteile an die Kunden.

Wer sein Vermögen anlegen möchte, sollte sich an ein erfahrenes Unternehmen wie Competent Investment Management wenden. Dieser kennt sich auf dem aktuellen Markt aus und kann eine individuelle Situationsanalyse erstellen. Anhand derer wird ein Konzept entwickelt, das passend auf den Kunden zugeschnitten ist und seine finanzielle Situation heute und später optimieren wird. Ob Geldanlage, Wertpapiere, Versicherungen, Edelmetalle, Förderung oder Immobilien – ein kompetenter Berater kann hilfreich bei der Optimierung der finanziellen Situation von Privat- und Geschäftsleuten sein.

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