Mittwoch , 17 Oktober 2018
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Die aktuellen Immobilienpreise in Berlin

Die aktuellen Immobilienpreise in Berlin

Wer eine Immobilie in Deutschlands Hauptstadt erwerben möchte, sollte sich beeilen: die Immobilienpreise steigen und steigen, wenn auch aktuell etwas langsamer. Diese Tatsache geht aus dem Immobilienmarktbericht für Berlin eindeutig hervor. Demnach ist der Anstieg mit neun Prozent bei den Ein- und Zweifamilienhäusern im Jahr 2017 geringer ausgefallen als im Vorjahr. Bei Mietwohnhäusern lag der Anstieg bei stolzen 16 Prozent, war jedoch auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr zuvor. Die Entwicklung bei Eigentumswohnungen hingegen bleibt aktuell unverändert, hier steigen die Preise rasant an. Rund 13 Prozent höhere Preise konnten im Jahr 2017 erzielt werden.

Ob die Preise aktuell fallen oder langsamer ansteigen werden, bleibt abzuwarten. Aktuell sind in der Hauptstadt vergleichsweise wenig verfügbare Kaufobjekte vorhanden. Die Zahl der verkauften Gebäude und Grundstücke ist bereits zurückgegangen: Im Jahr 2017 ist die Zahl um sechs Prozent gefallen, auch in diesem Jahr rechnen Experten mit einem weiteren Rückgang von neun Prozent.

Der angespannte Immobilienmarkt treibt natürlich die Preise weit nach oben. So hat beispielsweise ein Käufer einer Eigentumswohnung in der Nähe des Kurfürstendamms eine unglaubliche Summe von 18.200 Euro pro Quadratmeter hingeblättert. Insgesamt haben Käufer in Berlin elf Prozent mehr als im Vorjahr für Immobilien ausgegeben: 18,2 Milliarden Euro. Aktuell ist jedoch mit einem Rückgang des Geldumsatzes zu rechnen. Lediglich die Umsätze bei Ein- und Zweifamilienhäusern werden wohl gleich bleiben.

Zahlen und Fakten zu den aktuellen Wohn- und Immobilienpreisen in Berlin

Sowohl der Kaufpreis pro Quadratmeter als auch die Wohnungsmiete pro Quadratmeter sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Im Jahr 2011 lag der Preis pro Quadratmeter bei einer Wohnung bei 1.690 Euro und bei einem Haus bei 1.670 Euro. Im Jahr 2016 hingegen lag der Preis pro Quadratmeter bei einer Wohnung bereits bei 3.000 Euro und bei einem Haus bei 2.940 Euro. Auch die Wohnungsmiete macht nicht viel Hoffnung: Bei einer 80 m² Wohnung lag der Mietpreis pro Quadratmeter im Jahr 2011 noch bei 6,10 Euro, im Jahr 2016 schon bei 9,10 Euro.

Aktuell ist noch einmal eine ordentliche Steigung zu verzeichnen. Die meisten Neubau- und gebrauchte Immobilien werden derzeit zu einem Kaufpreis von 3.500 bis 4.000 Euro pro Quadratmeter angeboten. Wer sich für eine Immobilie in Berlin interessiert, muss eventuell einen langen Atem haben, bis er seine Traumwohnung gefunden hat.

Wer mehr erwartet als den Standard sollte sich dazu an einen guten Immobilienmakler wenden. Diese helfen übrigens auch dabei, wenn die bestehende Eigentumswohnung in Berlin vermittelt werden soll. Eine erste Einschätzung zum Verkaufswert von Immobilien in Berlin erhalten Käufer und Verkäufer auf Anfrage unverbindlich und anonym.

Portale wie immowelt.de können ebenso bei der Suche nach der passenden Wohnung oder dem passenden Haus zum Kaufen helfen. Hier werden zum Beispiel stets die aktuellen Kaufpreise verschiedener Angebote der letzten zwei Wochen angezeigt. Die Auswahl der Angebote kann durch die Angabe von weiteren Kriterien, wie Baujahr oder Wohnfläche verändert und angepasst werden. Auch die Anzeige, wo aktuell passende Wohnungen angeboten werden, ist äußerst nützlich. So sind zum Beispiel in Friedrichshain derzeit die meisten Zweiraumwohnungen zu finden. Wer eine Vierzimmerwohnung sucht hat im Stadtteil Steglitz die schlechtesten Karten.

Wohnungsmarkt in Bewegung

Spannend ist, dass aktuell viele Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Hier ist ein Anstieg von 25 Prozent, im Neubau sogar um 45 Prozent zu verzeichnen. Die Mieten sind rasant gestiegen: Während der Quadratmeterpreis für eine Standardwohnung im Jahr 2017 noch bei 8,57 Euro lag, wurden im zweiten Quartal 2018 schon 9,33 Euro aufgerufen. Durch die steigende Umwandlung von Miet- zu Eigentumswohnungen ist die Ausweitung von Milieuschutzgebieten aktuell ein großes Thema. Mit diesen sollen Berliner vor Umwandlung und Verdrängung geschützt werden. Aktuell ist die Festlegung mehrerer Gebiete in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Reinickendorf geplant.

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