Freitag , 27 November 2020
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Sicherheitskameras: Helfen sie im Kampf gegen Einbrüche oder stärken sie „nur“ das Sicherheitsgefühl

Sicherheitskameras: Helfen sie im Kampf gegen Einbrüche oder stärken sie „nur“ das Sicherheitsgefühl

Überwachungs- oder Sicherheitskameras finden sich in vielen Haushalten und werden in den verschiedensten Lebenslagen genutzt. Schläft das Baby ungestört oder wälzt es sich unruhig hin und her? Was stellt mein Hund in meiner Abwesenheit an? Wer hat gerade geklingelt und steht in diesem Moment vor meiner Tür? Das Einsatzgebiet scheint riesig. Wir möchten uns jedoch in diesem Beitrag der Frage widmen ob Sicherheitskameras und Überwachungssysteme tatsächlich Einbrecher abschrecken und die Zahl der Einbrüche reduzieren oder lediglich unseren Wunsch von Kontrolle befriedigen und ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln. Wir stützen uns hier auf eine Umfrage, die von der Polizei durchgeführt wurde und interessante Aspekte zum Vorschein gebracht hat.

Sicherheitskameras auf öffentlichen Plätzen

Starten wir mit den Sicherheitskameras, die auf öffentlichen Plätzen eingerichtet werden, um die Bevölkerung zu schützen und begangenen Straftaten aufklären zu können. Während viele sich nahezu „bedroht“ fühlen durch soviel Kontrolle durch den Staat gibt es eine immer weiterwachsende Gruppe an Bürgern, die sich durch den Ausbau der Video-Überwachung an öffentlichen Plätzen sicherer fühlen. Im Falle einer verübten Straftat hat die Polizei nun die Möglichkeit zeitnah einzuschreiten, sobald sie diese auf einem ihrer Monitoren entdeckt. Diesen Vorteil bieten natürlich nur die Sicherheitskameras, die in Live-Time auf den Monitoren der Polizei erscheinen. Wird lediglich etwas aufgezeichnet, kann die Aufnahme im Anschluss jedoch dazu beitragen den Vorgang schneller aufzuklären. Neben dem Einsatz von Kameras ist es ratsam den Bereich zudem gut mit Licht auszuleuchten. Dieses erhöht zum einen das Gefühl von Sicherheit in der Bevölkerung, zum andere kann es Straftäter abschrecken.

Sicherheitskameras auf dem eigenen Grundstück

Im Kampf gegen Einbrecher und für ein stärkeres Sicherheitsgefühl installieren viele Hausbesitzer an den Eingängen hauseigene Sicherheitskameras. Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele verschiedene Modelle und Systeme, da kann man schnell mal den Überblick verlieren, wenn man sich in dem Bereich Überwachungssysteme nicht auskennt ist es daher ratsam einen Fachmann für Überwachungssystem zur Rate ziehen. Dieser kann ein passendes System für den eigenen Anspruch und die räumlichen Gegebenheiten auswählen. Hierbei ist es wichtig nicht nur die Eingangstür im Blick zu behalten, sondern alle möglichen Gefahrenquellen zu erkennen und auszuleuchten und mit Kameras auszustatten, um möglichen Einbrechern keine Chance zu geben. Auch ausführliche Ratgeber zum Thema Videoüberwachung mit Sicherheitskameras sollten Sie sich näher ansehen um die Infos des Fachmanns zu hinterfragen und besser verstehen zu können.

Was ist überhaupt erlaubt?

So lange die Kamera nur das eigene Grundstück filmt besteht keine Gefahr. Anders sieht es allerdings aus, wenn man eine schwenkbare Kamera installiert, die unter Umständen auch Bewegungen auf dem Nachbargrundstück oder den Gehsteig vor dem Haus aufzeichnet. Hier würde das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt werden. Dahinter verbirgt sich, dass jede Person selbst bestimmen darf, ob man ein Bild von ihm aufnehmen darf oder nicht. Zudem ist es in keinem Fall erlaubt aufgezeichnete Aufnahmen ungefragt im Internet zu veröffentlichen, um eventuelle Straftäter zu entlarven. Das Filmmaterial darf aber der Polizei zur Verfügung gestellt werden, um den Täter zu überführen. Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Regel. Ist das geparkte Auto auf dem Seitenstreifen vor dem Grundstück nachgewiesener maßen schon mehrmals beschädigt worden, dann erlaubt das Gesetz eine Installation einer Hofkamera, die einen Blick auf den besagten Gehsteig mit aufzeichnet. Dies sollte man vor der Installation aber unbedingt prüfen lassen.

Fazit

Wir wollten uns anfänglich der Frage widmen, ob sich potentielle Einbrüche und Straftaten durch den Aufbau und die Installation eines Überwachungssystems wirklich vermeiden lassen oder ob uns die Technik lediglich ein erhöhtes Sicherheitsgefühl vermittelt. So ganz belegen lässt sich keine der beiden Thesen. Nachweislich sind die Einbrüche in den letzten Jahren eher zurückgegangen, ob das aber an dem Einsatz von Überwachungskameras liegt, das lässt sich noch nicht beweisen. Eines ist allerdings sicher: Je besser ein Bereich ausgeleuchtet ist und je beobachteter sich ein potentieller Straftäter oder Einbrecher fühlt, desto größer ist die Hemmschwelle des Einzelnen in das Gebäude einzusteigen oder es zu beschädigen. Öffentliche Plätze und große Firmen und Gebäude werden aus diesem Grund schon lange per Video überwacht und das hat sich in vielen Fällen auch schon ausgezahlt. Und während in der Vergangenheit Sicherheitskameras noch den Reichen vorenthalten waren, gibt es auf dem Markt eine ganze Reihe Anbieter, die sich auch an die „breite Masse“ wenden. Und wenn es uns nur ein kleines bisschen mehr Sicherheit vermittelt, dann haben die Kameras doch schon einen Schritt in die richtige Richtung getan.

Über Toni Ebert