Donnerstag , 26 November 2020
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Schimmel entdeckt: Was jetzt zu tun ist

Schimmel entdeckt: Was jetzt zu tun ist

Besser als den Schimmel zu bekämpfen wäre natürlich es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Doch manchmal liegt es nicht in der eigenen Hand. Liegen bei dem Gebäude bauliche Mängel vor, oder hat der Mieter oder der Vorbesitzer es mit dem Heizen und Lüften nicht so ernst genommen, dann sollte schnell gehandelt werden, am besten bevor der oberflächliche Schimmel in Tapeten oder gar in das Gemäuer einzieht. Wir möchten zuerst auf die Entstehung und die Ursachen von Schimmelbefall eingehen und im Anschluss Tipps liefern, wie schon vorhandener Schimmel beseitigt und erneuter Befall verhindert werden kann.

Richtig handeln: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Besonders in der kalten Jahreszeit, also in den Monaten von O bis O, in denen man in der Regel auch die Winterreifen auf das Auto aufzieht, ist die Luftfeuchtigkeit in den Räumen und besonders an den Fenstern deutlich höher als in den Sommermonaten. Dies liegt zum einen daran, dass wir mit der regennassen, oder feuchten Kleidung von draußen rein kommen, zum anderen kann kalte Luft Feuchtigkeit schlechter aufnehmen und diese schlägt sich dann an den Fenstern und an den ausgekühlten Wänden nieder. Doch nicht nur im Winter droht hier die Gefahr, dass sich aus den Stockflecken Schimmel bilden kann, auch im Sommer, immer wenn ein Raum besonders warm und zudem feucht ist, fühlen sich Schimmelsporen wohl und können sich verbreiten. Das A und O im Kampf gegen den Schimmel, oder besser gesagt in der Vorbeugung sind das richtige Lüften und die Beseitigung und Vermeidung von Kondenswasser Ansammlungen an den Fensterrahmen und auf den Fensterbänken. Um dies zu vermeiden reicht es nicht aus, das Fenster für einen kurzen Zeitraum zu kippen, nein, es muss mindestens 10 Minuten komplett aufgemacht werden, damit die Luft im Raum wirklich zirkulieren kann und die feuchte verbrauchte Luft durch frische Luft ersetzt werden kann. Darüber hinaus sollte in den Wintermonaten das Kondenswasser, welches sich oft in den Schlafräumen in der Nacht bildet, entfernt und die Rahmen, die Scheiben und die Fensterbänke mit einem Tuch davon befreit werden. Weitere Informationen dazu gibt es in diesem Ratgeber zum Thema Schimmelbildung an Fenstern.

Bauliche Maßnahmen zur Schimmelvorbeugung

Als Besitzer einer älteren Immobilie stellt sich immer wieder die Frage ob man eventuelle bauliche Mängel oder aber eine unzureichende Wärmedämmung für die Bildung von Schimmel verantwortlich machen kann und ob es bauliche Maßnahmen gibt, die einer Bildung von Schimmel vorbeugen können oder ob es bauliche Veränderungen gibt, die in der Vergangenheit vorgenommen wurden, welche Schimmel vielleicht sogar noch begünstigen. Entscheidet man sich bei einer älteren Immobilie dazu, Fenster zu ersetzen, dann sollte man im Gegenzug auch die Wärmedämmung des übrigen Gebäudes anpassen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Schimmelschäden beseitigen

Um gesundheitlichen Problemen, die durch einen Schimmelbefall durchaus auftreten können, ist es ratsam schnell und effektiv zu handeln. Bei der Wahl der richtigen Methode kommt es auf die Art und die Schwere des Befalls an. Um einem erneutem Befall direkt vorzubeugen, ist es ratsam sich zuerst auf die Suche nach der Ursache zu machen, bevor mit der Beseitigung begonnen wird. Ansonsten wird sich der Schimmel einen neuen Weg suchen und an andere Stelle wieder auftreten. Handelt es sich lediglich um kleinere Schimmelflecken, die noch nicht in die Tapete oder in den Putz eigezogen sind, dann kann der Schimmel entweder mit Alkohol, Spiritus oder einem im Handel erhältlichen Schimmelentferner beseitigt werden. Diese enthalten in der Regel aber viele chemische Stoffe, die teils tagelang noch in der Luft des Raumes zu riechen sind. Möchte man dies nicht riskieren raten wir zu den allseits bekannten Hausmitteln. Essig wiederum, den empfehlen viele zur Bekämpfung und Beseitigung von Schimmel, hat nachgewiesener maßen keine Wirkung, da die Essigsäure durch den Kalk neutralisiert wird und somit ihre Wirkung verliert. Bewährt hat sich die Beseitigung mit Alkohol. Hier sollte am besten wie folgt vorgegangen werden:

  • Es kann 70 %tige Alkohol genutzt und dieser mit einem getränkten Baumwolllappen auf die Stelle aufgetragen werden.
  • Um die Tapete oder den Untergrund nicht vollständig zu ertränken wird der Alkohol auf die Stellen aufgetupft.
  • Nachdem die behandelte Stelle ausgetrocknet ist, kann der Vorgang wiederholt werden, falls noch nicht alles entfernt wurde.
  • Es sollte auf Reiben und wedelnde Bewegungen verzichtet werden, denn so können sich die Sporen weiter verteilen und an anderen Stellen erneut auftreten.
  • Den benutzen Lappen am besten entsorgen, um eine Verbreitung zu verhindern.

Über Toni Ebert