Donnerstag , 19 April 2018
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Selbständig im Homeoffice – diese Grundausstattung benötigen Einsteiger

Selbständig im Homeoffice – diese Grundausstattung benötigen Einsteiger

Nebenbei zu Hause im Homeoffice ein wenig Geld verdienen ist eine gute Möglichkeit, sich den ein oder anderen kleinen Wunsch zu erfüllen. Wer auf der Suche nach dem passenden Nebenjob für eine Tätigkeit auf selbständiger Basis im Homeoffice fündig geworden ist, der sollte sich den Arbeitsplatz entsprechend einrichten. Welche Tätigkeiten sich für den Zuverdienst im Homeoffice eignen, woran Einsteiger denken sollten und welche Komponenten unbedingt dazugehören, wird in diesem Beitrag thematisiert.

Geld von zuhause aus verdienen – für viele ideal, um sich ein paar Extras zu finanzieren.

Abbildung 1: Geld von zuhause aus verdienen – für viele ideal, um sich ein paar Extras zu finanzieren.

Geeignete Jobs für das Homeoffice

Es gibt eine ganze Reihe von Tätigkeiten, die sich selbstständig im Homeoffice neben dem Hauptberuf erledigen lassen. Alles, was mit Arbeiten am Schreibtisch verbunden ist, kommt infrage. Die folgende Aufstellung zeigt eine Liste der beliebtesten Nebenjobs im Homeoffice:

  • Einen eigenen Blog betreiben
  • Affiliate Marketing
  • Online Umfragen
  • E-Books verfassen und verkaufen
  • Tutorials erstellen (Videos) und verkaufen
  • Daten erfassen
  • Webseiten erstellen
  • lektorieren, übersetzen, texten
  • Produkte testen und bewerten
  • Spiele testen und bewerten
  • Telefondienst/Sekretariatsdienst

In Abhängigkeit von der gewählten Tätigkeit sollte das Homeoffice entsprechend ausgestattet sein. Doch bevor es an die Gestaltung des Arbeitsplatzes geht, müssen Betroffene einige grundsätzliche Punkte klären, damit der angestrebte selbständige Zuverdienst langfristig auf sicheren Füßen steht. Die folgende Checkliste zeigt, was im Vorfeld zu erledigen ist.

Checkliste – das sollte vor Aufnahme der Nebentätigkeit erledigt werden

  • Was steht im Arbeitsvertrag? Viele Arbeitsverträge enthalten Klauseln, die Nebentätigkeiten untersagen, die in direkter Konkurrenz zum Hauptberuf stehen. Ob es der Fall ist, ist im Vorfeld zu prüfen.
  • Ist der gewählte Nebenjob in Hinblick auf den Arbeitsvertrag zulässig, empfiehlt es sich, eine schriftliche Bestätigung des Chefs einzuholen. Wichtig: Eine Nebentätigkeit darf der Arbeitgeber grundsätzlich nicht untersagen, aber sie ist zustimmungspflichtig. Die Zustimmung reicht per E-Mail. Die Webseite Nebenjob-Zentrale liefert zum Thema „Recht auf Nebenjob/Zweitjob“ wissenswerte Hintergrundinfos.
  • Die Nebentätigkeit muss angemeldet werden. Abhängig davon, ob es sich um eine gewerbliche oder um eine freiberufliche Tätigkeit handelt, müssen Steuernummer und/oder Gewerbeschein beantragt werden. Einen Überblick über wichtige Behördengänge und Formalitäten, die ebenfalls in Zusammenhang mit einem selbständigen Job im Homeoffice stehen, liefert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf seinen Webseiten für Existenzgründer.

Der Arbeitsplatz: Gesund sitzen und augenschonend arbeiten

Auch wenn geplant ist, nur wenige Stunden pro Woche im Homeoffice zu arbeiten, sollte der Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet sein. Dazu gehören nicht nur rückengerechte Sitzmöbel, sondern auch die korrekte Arbeitshöhe und der richtige Augenabstand zum Bildschirm. Diese Grundregeln gelten für ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze:

  1. Der Lärmpegel am Arbeitsplatz sollte 55 dB nicht überschreiten.
  2. Die Beleuchtung setzt sich aus Tageslicht und indirektem Licht zusammen.
  3. Am besten arbeitet es sich bei einer Temperatur zwischen 20 und 22 °C und einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von 40-60 %.
  4. Der Bürostuhl sollte eine Sitzbreite von mindestens 40 cm aufweisen, höhenverstellbar sein eine Lordose-Unterstützung bieten. Das ist eine Verstärkung im Lendenwirbelbereich.
  5. Die Sitzhaltung folgt dem 90° Prinzip: Die Knie sollten im Winkel von 90° angestellt sein, auch der Winkel zwischen Oberschenkel und Rumpf sollte 90° nicht unterschreiten. Dasselbe gilt für den Winkel zwischen Unterarm und Oberarm.
  6. Die Sitzhöhe sollte in Abhängigkeit von der Länge der Unterschenkel zwischen 42 und 53 cm Höhe betragen.
  7. Die Schreibtischhöhe liegt zwischen 61 und 81 cm – je nach Körpergröße. Ziel ist, dass die 90°-Sitzhaltung eingehalten wird.
  8. Die Arbeitsplatte des Schreibtischs sollte im Minimum eine Fläche von 80 × 160 cm umfassen.
  9. Der Abstand zwischen Auge und Bildschirm liegt zwischen 50 und 70 cm, wobei ein Blickwinkel von 20° nach unten als ideal gilt.
  10. Die Tastatur befindet sich rund 10 cm von der Schreibtischkante entfernt.

Die Techniker Kasse hält in ihrem Beitrag „Fit am PC“ weitergehende Informationen für die gesunde Einrichtung des Arbeitsplatzes im Homeoffice bereit.

Hardware anschaffen

Die genutzte Hardware für das Homeoffice sollte so ausgewählt werden, dass sie auf dem Schreibtisch Platz findet. Je kleiner der Schreibtisch, desto platzsparender sollte die Hardware sein. Abgesehen vom Bildschirm, der im Durchmesser 17-21 Zoll Minimum betragen sollte, dürfen Drucker und PC durchaus kompakte Maße aufweisen. In Abhängigkeit vom Geldbeutel bieten sich die unterschiedlichsten Varianten an.

Viele Kabel brauchen viel Platz. Wer nur eine geringe Arbeitsfläche zur Verfügung hat, setzt auf kabellose Hardware

Abbildung 2: Viele Kabel brauchen viel Platz. Wer nur eine geringe Arbeitsfläche zur Verfügung hat, setzt auf kabellose Hardware

Beispiel Drucker: Mit Bedacht auswählen

Bei der Auswahl des Druckers ist die Größe nicht alleine das entscheidende Kriterium. Vielmehr sollten Lautstärke, Kosten und Folgekosten sowie Ausstattung berücksichtigt werden. Einen guten Überblick über Drucker unterschiedlichster Ausführung bietet prindo.de. Auf der Webseite des Anbieters lassen sich Drucker mit diversen Filtern eingrenzen, so dass nur die Geräte gezeigt werden, die infrage kommen. Zu den Filtern gehören

  • Druckerkategorien (Tintenstrahldrucker, Farb- Laserdrucker, Schwarz-Weiß-Laserdrucker, Multifunktionsgeräte)
  • Hersteller (Brother, Canon, HP, Kyocera, OKI u.a.)
  • Funktionen (USB-Anschluss, WLAN, Fax, Duplex, Scannen, Fotodruck u.a.)

Verbraucher sollten sich in Ruhe umsehen und den Drucker wählen, der ihren Ansprüchen gerecht wird. Soll gefaxt und gescannt werden? Dann eignet sich ein Multifunktionsgerät. Wird der Drucker vorwiegend für den Druck von Texten genutzt? Dann ist ein Schwarz-Weiß-Drucker eine gute Wahl. Soll der Drucker von mobilen Endgeräten aus ansteuerbar sein? In diesem Fall sind Drucker mit WLAN ideal.

Organisation des Schreibtischs

Papierkram kommt auf jeden zu, der sich nebenberuflich selbständig gemacht. Vieles davon lässt sich digital organisieren. Insofern ist es durchaus ratsam, sich mit Online-Speichern und digitalen Ablagestrukturen vertraut zu machen. Doch ganz ohne Zettelwirtschaft kommt man nicht aus. Gewerbeanmeldungen, Steuernummern und andere behördliche Dokumente sollten im Original aufbewahrt werden. Neben der digitalen Ablage ist also eine haptische Ablage erforderlich. Um den Überblick zu behalten, sollten Selbstständige mindestens diese Ordner vorhalten:

  • Stammakte zur Verwahrung aller dauerhaft geltenden Dokumente
  • Kassenbuch für Bar-Quittungen
  • Zwei Rechnungsordner: Einer für Eingangs- und einer für Ausgangsrechnungen
  • Bankordner für Kontoauszüge
  • Ordner für Schriftwechsel
  • Finanzamtsordner für steuerliche Angelegenheiten

Falls die Nebentätigkeit gut anläuft, stellt sich vielen die Frage, ob aus dem Nebenjob nicht ein Haupterwerb werden soll. Wer sich mit diesem Gedanken trägt, sollte sich ein finanzielles Polster zulegen und diese praktischen Tipps für Gründer beherzigen.

 

Quelle:

pixabay.com © markusspiske (CCO Public Domain)

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