Freitag , 18 Oktober 2019
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Schließzylinder: Für mehr Sicherheit in Haus und Wohnung

Schließzylinder: Für mehr Sicherheit in Haus und Wohnung

Zwar ist die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser laut polizeilicher Statistik in den vergangenen Jahren gesunken. Doch das sollte keinesfalls ein Zeichen dafür sein, die Sicherheit von Häusern und Wohnungen zu vernachlässigen. Denn die Zahl der Einbruchsversuche hat sehr wohl zugenommen, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass immer mehr Verbraucher eine entsprechende Sicherheitstechnik in Türen und Fenster einbauen.

Ein idealer Schutz für die Tür: der Profilzylinder

Bei einem Profilzylinder handelt es sich um ein mechanisches Schließsystem, das in unterschiedlichen Varianten angeboten wird. Diese Sicherheitssysteme sind vor allem an Haus- und Wohnungstüren äußerst verbreitet und kann zuverlässig vor einem Einbruch schützen, sofern der Zylinder gewisse Sicherheitsmerkmale aufweist. Der Zylinder, wie der Abus XP20, sollte einen hochwertigen Manipulations- und Bohrschutz besitzen, sodass eventuelle Einbrecher auf erheblich mehr Widerstand stoßen.

Wie ist ein Schließzylinder aufgebaut?

Der Schließzylinder gilt als das Herzstück eines jeden Zylinderschlosses, welches oft die erste Wahl ist, wenn es darum geht, Wohnungen und Häuser vor unliebsamen Besuchern zu schützen. Wird der passende Schlüssel im Schließzylinder bewegt, reagiert der Schlossriegel darauf. Die Schlüssel werden mit entsprechenden Schlüsseleinschnitten und Kernstiftpaaren, die eine unterschiedliche Länge aufweisen, speziell für den jeweiligen Schließzylinder angefertigt. Das Schloss lässt sich also nur öffnen, wenn Schlüssel und Schließzylinder perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Wie sind Schließzylinder entstanden?

Schlösser wurden schon im alten Ägypten vor etwa 4.000 Jahren verwendet. Es sollte jedoch bis zum europäischen Mittelalter dauern, bis die ersten Schlösser entwickelt wurden, die sich mit Hilfe eines Drehschlüssels öffnen und verschließen ließen. Hierbei handelte es sich jedoch um sogenannte Schnappschlösser. Deren Mechanik basierte darauf, dass die Riegel federnd gelagert wurde.

Nachdem sich im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in Europa Tourschlösser durchgesetzt hatten, bei welchen der Schlüssel einmal komplett gedreht werden musste, damit sich der Riegel bewegte, reichte Linus Yale am 29. Januar 1861 ein Patent für ein Rundzylinderschloss ein, welches mit vier Stiftzuhaltungen ausgestattet war, ein. In Deutschland sollte es noch bis Mitte der 1920er Jahre dauern, bis ein entsprechendes Patent eingereicht wurde.

Den richtigen Schließzylinder wählen

Neben den Sicherheitsmerkmalen zählt die Nachschließsicherheit zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen. Je größer diese ist, umso unwahrscheinlicher ist es, dass das Schloss mit einem ähnlichen Schlüssel geöffnet oder verschlossen werden kann. Nicht minder wichtig ist aber auch die Abtastsicherheit. Denn je höher die Abtastsicherheit ist, umso schwieriger lässt sich ein Schloss auf die darin verwendeten Sicherheitsmechanismen untersuchen. Dadurch wird es eventuellen Einbrechern also unmöglich gemacht, einen schließfähigen Schlüssel nachzubilden.

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