Dienstag , 10 Dezember 2019
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Prüfungsanfechtung: Was tun bei einer ungerechtfertigten, schlechten Note?

Prüfungsanfechtung: Was tun bei einer ungerechtfertigten, schlechten Note?

Durch eine Prüfung zu fallen oder eine schlechte Note zu erhalten, ist die Angst vieler Studenten. Vor allem dann, wenn sie sich stundenlang auf das Examen vorbereitet haben und mit einem sicheren Gefühl die Prüfung angetreten sind. Doch heutzutage, in denen Prüfämter nur spärlich besetzt sind, scheint die Zahl der schlechten Benotungen zu steigen. Wer sich ungerechtfertigt davon betroffen fühlt, hat verschiedene Möglichkeiten, gegen eine schlechte Note oder das Nichtbestehen einer Prüfung vorzugehen.

Widerspruch einlegen und die Prüferentscheidung anfechten

Wird eine Prüfung nicht bestanden, können Studenten gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen. Dafür erhalten sie mit dem Prüfergebnis eine Rechtsbelehrung, welche die Fristen für den Widerspruch festhält. Im Regelfall beträgt diese einen Monat. Gemeinsam mit einem Anwalt können Betroffene das entsprechende Schreiben aufsetzen. Das Widerspruchschreiben sollte objektiv darstellen, weshalb die Bewertung fehlerhaft ist. Da es dabei einige wichtige juristische Hintergründe zu beachten gilt, sollte dafür stets ein Rechtsanwalt für Prüfungsrecht in Anspruch genommen werden. Beispielsweise die Rechtsanwälte Dr. Heinze und Partner. Die Fachanwälte sind deutschlandweit tätig und haben ihren Schwerpunkt auf Prüfungsanfechtungen, Studienplatzklagen und Verfassungsbeschwerden gelegt.

Wann kann eine Prüfung angefochten werden?

Eine Prüfungsentscheidung wird angefochten, wenn die Studenten ungerechtfertigt eine schlechte Note erhalten oder das Examen nicht bestehen. Häufige, anerkannte Anfechtungsgründe sind:

  • Mängel des Prüfers (mangelnde Qualifikation auf fachlicher Ebene, Befangenheit)
  • Unzumutbare Beeinträchtigung (Hitze, Kälte oder Baulärm während der Prüfung)
  • Prüfungsunfähigkeit (gesundheitliche Beschwerden)
  • Unzulässiger oder ungeeigneter Prüfstoff (Nichteinhaltung von Vorgaben, überlange Prüfungsdauer, keine ausreichende Befragung bei mündlichen Prüfungen)

Darüber hinaus gibt es weitere Gründe, die eine Prüfungsanfechtung sinnvoll machen. In einigen Fällen dient dieser Schritt dazu, das Nichtbestehen einer Prüfung anzufechten. Doch meist liegt der Grund darin, dass eine bessere Benotung erreicht wird.

Wann lohnt es sich, eine Prüfung anzufechten?

Ein Prüfungsergebnis anzufechten ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine entsprechende Note für den weiteren beruflichen Werdegang oder die Jobsuche vorausgesetzt ist. Gemeinsam mit einem Anwalt können die Betroffenen die Erfolgsaussichten ihres Falls besprechen. Der Fachmann kann einschätzen, ob eine Verbesserung aufgrund der vorliegenden Ursachen für den Widerspruch in Aussicht ist.

Gute Erfolgschancen bestehen bei Verfahrensfehlern. Bei Bewertungsfehlern sind die Chancen bei ersichtlichen Falschbewertungen sehr gut. Beispielsweise wenn eine korrekte Antwort als fehlerhaft gewertet wurde.

Wichtig ist, dass die Betroffenen Beweise sammeln. So können sie die gesamte Prüfung rekonstruierbar machen. Herrschte während der Klausur eine starke Hitze, sollten die Studenten ein Foto eines Thermometers im Raum machen. Auch Notizzettel sollten aufbehalten werden, um zum Beispiel gegen den Vorwurf eines Plagiats vorgehen zu können.

Prüfungsanfechtung: Was tun bei einer ungerechtfertigten, schlechten Note?
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