Dienstag , 11 Dezember 2018
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Peer-to-Peer-Kredite: Was steckt dahinter und wie rentabel ist die Geldanlage?

Peer-to-Peer-Kredite: Was steckt dahinter und wie rentabel ist die Geldanlage?

Wer in naher Zukunft ein Eigenheim kaufen möchte, freut sich über die niedrigen Zinssätze. Für Geldanleger sind sie jedoch fatal, denn ihr Kapital erwirtschaftet kaum mehr eine Rendite. Wer nicht auf dem Börsenmarkt spekulieren möchte, hat kaum mehr eine Chance, sein Geld zu vermehren. Doch mit dem Aufkommen der Peer-to-Peer-Kredite scheint sich dies zu ändern. Wir erklären, was dahintersteckt.

Was sind Peer-to-Peer-Kredite?

Peer-to-Peer oder kurz P2P bedeutet so viel wie von Privatperson zu Privatperson. Auf dem Finanzmarkt heißt das, Privatpersonen stellen ihr Geld anderen Privatpersonen zur Verfügung. Sie fungieren also ähnlich wie ein Kreditinstitut, da sie Zinsen verlangen und somit Rendite erwirtschaften. Die Abwicklung der Kredite läuft allerdings nicht über eine Bank, sondern über Portale, auch P2P-Marktplätze genannt.

Diese Finanzierungsform bietet sowohl für Geldanleger wie auch für Kreditnehmer viele Vorteile. Anleger können eine gute Auswahl an Tageszinssätzen verschiedener Marktplätze vergleichen, um den Anbieter mit der besten Rendite zu finden. Für Kreditnehmer erhöhen Peer-to-Peer-Kredite die Chance, auch bei schlechter Bonität oder einem negativen Schufa-Eintrag ein Darlehen zu erhalten.

Sind P2P-Marktplätze für Geldinvestitionen rentabel?

Sparpläne bringen nur noch wenig Rendite und die Spekulation an der Börse ist vielen Verbrauchern zu riskant. P2P-Marktplätze können Abhilfe schaffen, um endlich wieder rentabel Geld zu investieren.

Die Rendite ist deutlich höher als bei Tagesgeldern und die Geldgeber können in unterschiedliche Projekte investieren. Um als Kreditnehmer zugelassen zu werden, müssen die Interessenten verschiedene Auswahlverfahren durchlaufen. Dadurch sinkt das Risiko für die Anleger. Wird eine Person mit einer schlechten Bonität zugelassen, steigt die Rendite für den Kreditgeber, wenn er sein Kapital zur Verfügung stellt. Welche Risiken bei einem Peer-to-Peer-Kredit bestehen, lässt sich hier nachlesen.

P2P-Marktplätze sind also nicht nur eine lukrative Geldinvestition, die Anleger helfen dabei auch Menschen aus finanziellen Notlagen oder unterstützen sie beim Erfüllen ihrer Wünsche.

Wie funktioniert die Beantragung eines Peer-to-Peer-Kredits?

Die Beantragung eines Peer-to-Peer-Kredits ist sowohl für Kreditgeber wie auch Kreditnehmer äußerst simpel. Zunächst muss der Darlehensnehmer verschiedene Auswahlverfahren durchlaufen, um zugelassen werden. Anschließend kann er einige Informationen zu seinem gewünschten Kredit angeben, wie die Darlehenshöhe und den Verwendungszweck.

Investoren erhalten Zugriff auf diese Informationen und können frei entscheiden, ob sie zu dem Projekt beitragen möchten. Möglich ist auch, dass mehrere Personen in ein Projekt investieren.

Die Rückzahlung des Darlehns verläuft wie bei einer Bank: Der Kreditnehmer kommt in monatlichen Raten für die Finanzierungssumme inklusive Zinsen auf.

Im Regelfall ist die Anmeldung auf den P2P-Marktplätzen zunächst für beide Seiten kostenlos. Gebühren fallen erst bei einer erfolgreichen Vermittlung an. Diese müssen von den Investoren in Bezug auf die Rendite berücksichtigt werden.

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