Samstag , 26 November 2022
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Möglichkeiten und Grenzen der Forschung: Menschliche und Künstliche Intelligenz
KI ein Wunder der Technik, Bild: pixabay

Möglichkeiten und Grenzen der Forschung: Menschliche und Künstliche Intelligenz

Der Begriff Intelligenz stammt vom lateinischen Wort „intellegere“, was einsehen, verstehen und begreifen bedeutet. Dies umschreibt auch die Fähigkeiten, die als intelligent definiert werden: Sich in neuen Situationen zurechtfinden sowie Aufgaben durch Denken zu lösen. Die kognitive Leistungsfähigkeit eines Menschen wird also als Intelligenz bezeichnet.

Doch eine genauere Definition oder gar die Wirkungsweise dieser, in diesem Grad in der Natur einmaligen, Gehirnfunktion des Menschen bleibt umstritten.

Die Forschung streitet seit Jahren um eine gültige Definition für Intelligenz

Dass es zwischen Menschen unterschiedliche Grade in der Intelligenz gibt, ist wohl jedem klar, der schon einmal mit Anderen in Kontakt gekommen ist. Wieso es jedoch zu diesen Unterschieden kommt, was also Intelligenz genau ist – abgesehen von der groben Definition – darüber streitet sich die Wissenschaft seit Jahren. Es gibt also verschiedene Theorien und keine klare Antwort.

Manche Forscherinnen und Forscher lassen ihre Theorien um Gene kreisen, andere betonen es gäbe mehrere Intelligenz-Arten und diese wären nicht durch einen einzigen Gen-Faktor abbildbar und wieder andere versuchen Intelligenz darüber zu definieren, wie effizient die einzelnen Gehirnbereiche miteinander interagieren.

Ein Intelligenztest gibt eine grobe Ahnung der eigenen Intelligenz

Ein Intelligenztest oder auch IQ-Test, eine Abkürzung für Intelligenzquotient, untersucht verschiedene Eigenschaften: Die Fähigkeit komplexe Aufgaben zu lösen wird genauso untersucht wie die Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeit.

Die Ergebnisse der einzelnen Aufgaben werden dann als Zahlenwert ermittelt, welcher als eben jener Intelligenzquotient bezeichnet wird. Die meisten Menschen, nämlich zwei Drittel der Probanden, erreichen hier einen Wert zwischen 85 und 115, was einer etwas verminderten bis normalen Intelligenz entspricht.

Nur zwei bis drei Prozent jedoch erhalten Werte jenseits von 130 Punkten und gelten daraufhin als hochbegabt. Waren die Intelligenztest für eine Weile sehr beliebt und sind sie auch weiterhin ein hilfreiches Instrument zur ungefähren Vorstellung der Intelligenz eines Menschen, so sind sie mittlerweile dennoch auch umstritten.

Forschung um menschliche Intelligenz ist auch nützlich für die technologische Entwicklung

All die Forschung um menschliche Intelligenz ist heutzutage nicht nur interessant vor dem Hintergrund, Menschen und ihre Körper besser zu verstehen.  Auch als Basisgrundlage für die Entwicklung intelligenter Maschinen ist die Forschung von hoher Relevanz. Hierbei wird Künstliche Intelligenz (KI) unterschieden in Maschinelles Lernen (ML) und Deep Learning (DL).

Als Basis von jeglicher Software dienen Programme oder auch Algorithmen. Hierbei geht es genauso um den alltäglichen Laptop aber auch um technisch kompliziertere System wie beispielsweise kollaborierende Roboter.

Der Begriff der künstlichen Intelligenz jedoch umfasst nun jene Algorithmen, die die Fähigkeit besitzen, selbstständig zu lernen. Meistens ist Maschinelles Lernen gemeint, wenn von Künstlicher Intelligenz gesprochen wird. Maschinelles Lernen bezeichnet die Funktionsweise eines Computers, Daten zu erheben und diese auszuwerten und ist auf Basis dieser fähig, Trefferwahrscheinlichkeiten oder Zukunftsprognosen zu liefern. Der Computer lernt also durch ständige Wiederholung.

Deep Learning dagegen ist an die neuronalen Netze des menschlichen Gehirns angelegt und soll daher fähig sein, eine dem Menschen ähnliche Intelligenz zu entwickeln. Sofern hierbei zwar schon bahnbrechende Erfolge verzeichnet werden können, ist die Forschung dennoch weit davon entfernt, die dem Menschen eigene Vielseitigkeit und Flexibilität im Denken auch für die DL zu erreichen.

Über Toni Ebert