Samstag , 15 Dezember 2018
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ESTA, Visum oder GreenCard: Welche Dokumente sind wichtig für einen USA-Aufenthalt?

ESTA, Visum oder GreenCard: Welche Dokumente sind wichtig für einen USA-Aufenthalt?

Ein Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika ist für viele leidenschaftliche Reise-Fans mit internationalem Fernweh ein absoluter Traum. Von der beeindruckenden Freiheitsstatue und den Wolkenkratzern in New York über Venice Beach und Hollywood in Los Angeles bis hin zum Strip und der Casino-Landschaft in Las Vegas gibt es hier für jeden ein favorisiertes Traumziel. Das Interessante dabei ist, dass nicht nur die bekannten und berühmten Citys mit ihren Sehenswürdigkeiten locken, denn gleichwohl erscheint die Natur in Amerika unheimlich faszinierend. Sowohl der Grand Canyon als auch die Niagarafälle sowie der Yosemite National Park laden jährlich zahlreiche Naturliebhaber zum Staunen ein. Ob Road-Trip durch die Bundesstaaten oder Städtereise mit einem Ziel – um in die USA einzureisen, benötigen Interessierte für alle Aufenthalte die richtigen Dokumente. Dieser Beitrag verrät, welche das sind.

Wann werden GreenCard oder Visum benötigt?

Laut den aktuellen Einreisebestimmungen des Auswärtigen Amtes benötigen deutsche Staatsangehörige in jedem Fall einen gültigen, elektronischen Reisepass, um in die Vereinigten Staaten von Amerika einzureisen. Je nach gewünschtem Aufenthalt sind weitere Reisedokumente erforderlich. Wer beispielsweise nicht nur eine kurze Reise plant, sondern dauerhaft in den USA arbeiten und leben will, der benötigt entweder ein Visum oder eine GreenCard, welche auch als US Permanent Resident Card bezeichnet wird. Die GreenCard ermöglicht einen unbegrenzten Aufenthalt in Amerika und ist ein besonderes Einwanderungsvisum.

Eine andere Möglichkeit, langfristig im amerikanischen Ausland zu leben und zu arbeiten, ist das klassische Einwanderungsvisum. Dieses muss beantragt werden und wird vom Heimatland ausgestellt sowie in den Reisepass eingeklebt. Bearbeitet werden diese Visa-Anträge vom US-Generalkonsulat in Frankfurt. Um ein Einwanderungsvisum stellen zu können, benötigen Interessierte einen sogenannten Sponsor in den USA. Personen, die als Sponsoren infrage kommen, sind beispielsweise der neue Arbeitgeber, ein US-Staatsbürger sowie ein amerikanischer Verwandter. Des Weiteren ist eine bewilligte Petition nötig.

Wie bekommen Interessierte eine GreenCard?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der GreenCard um ein ganz besonderes Einwanderungsvisum. Zu erkennen ist das bereits an dem Namen, unter welchem das Visum auch bekannt ist: US Permanent Resident Card. Mit der GreenCard ist es möglich, in den USA zu studieren, zu arbeiten und dauerhaft zu leben. Es handelt sich somit um eine unbefristete Erlaubnis für Aufenthalt und Arbeit.

Zu erhalten ist diese beispielsweise durch die Teilnahme an einer US GreenCard Lotterie. Jährlich verlost die amerikanische Regierung ca. 55.000 GreenCards. Um an der Lotterie teilzunehmen, ist eine Anmeldung bei einer teilhabenden Stelle nötig. Diese leitet den Antrag in der Regel an die US Behörden zum fristgerechten Termin weiter. Ansonsten ist es möglich, das unbefristete Visum über die Arbeitsstelle, eine Familienzusammenführung oder eine Investierung mit Auflagen zu bekommen.

Wozu benötigen Urlauber die ESTA-Einreisegenehmigung und wie erhalten sie diese?

Eine USA-Reise zu touristischen Urlaubszwecken ist sowohl mit einem Reisepass als auch mit einem sogenannten ESTA-Antrag zu absolvieren. Ausgeschrieben bedeutet die Abkürzung „ESTA“ Electronic System für Travel Authorization. Dies gilt für alle teilnehmenden Staaten des sogenannten Visa Waiver Program Requirements. Deutschland gehört dazu, weshalb deutsche Staatsbürger vor Reiseantritt eine ESTA-Genehmigung beantragen müssen.

Der Antrag ist ganz bequem online auszufüllen. Wichtig ist dabei, dass die Genehmigung spätestens 3 Tage – 72 Stunden – vor der Reise beantragt wird. Reisende verzichten hier auf inoffizielle Drittanbieter und verlassen sich auf ausgezeichnete Stellen, die vom US-Ministerium für Innere Sicherheit oder von der US-Regierung unterstützt werden. Sämtliche Daten und Informationen sind wahrheitsgemäß einzutragen, da der Antrag mit Strafverfolgungsbehörden verglichen wird. Dadurch kann es auch passieren, dass das Gesuch abgelehnt wird. Wird der Antrag angenommen, ist es mithilfe dieser Einreisegenehmigung möglich, ohne Visum für bis zu 90 Tage in die Vereinigten Staaten von Amerika einzureisen. Neben privaten Zwecken ist die ESTA-Genehmigung auch für geschäftliche Trips nutzbar.

Wurde der ESTA-Antrag genehmigt, ist er bis zu zwei Jahre gültig oder bis das Gültigkeitsdatum des Reisepasses abläuft – je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zu wissen, dass die ESTA-Einreisegenehmigung lediglich die Anreise per Flugzeug oder Schiff erlaubt. Vor Ort entscheiden Beamte an den Zoll- und Grenzschutzstellen, ob die Urlauber ins Land einreisen dürfen. Neben den Bundesstaaten der USA ist es mit dieser Genehmigung möglich, Kanada, Mexiko sowie die Karibik zu bereisen. Zu bedenken sind zusätzlich die individuellen Kosten für die Grenzübergänge.

Allgemeine Hinweise für eine USA-Reise

Neben den Reisedokumenten gehört ein weiteres Accessoire unbedingt ins Reisegepäck, wenn ein USA-Trip ansteht. Dabei handelt es sich um die klassische Kreditkarte, denn ohne dieses Zahlungsmittel kommen Urlauber nicht weit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Übrigens ist die Kreditkarte bereits ein wichtiges Hilfsmittel bei der Antragsstellung der ESTA-Genehmigung, denn dieses wird ebenfalls mit Kreditkarte bezahlt. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten avanciert die Kreditkarte zum wichtigsten Begleiter, denn Urlauber benötigen sie zum Mieten eines Wagens, für den Flug, das Hotel, beim Essengehen oder als Kaution.

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, vor allem, wenn es um einen lang geplanten USA-Trip geht. Damit dieser nicht in einem finanziellen Fiasko endet, weil eventuell ein Mitreisender vor dem Urlaub erkrankt oder aus privaten Gründen nicht mitkommen kann, ist es empfehlenswert, eine Reiseversicherung abzuschließen. Sinnvoll ist in jedem Fall eine Reiserücktrittsversicherung, besonders für alle Urlauber, die einen Trip bereits Monate vor Antritt buchen. Dadurch bleiben Reisende nicht auf den Kosten sitzen, sondern erhalten Unterstützung. Gut zu wissen in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass bei Beanspruchung der Reiserücktrittsversicherung der jeweilige Grund stets nachgewiesen werden muss. Ansonsten lohnen sich Reisekranken- und/oder Auslandsreisekrankenversicherung für den Fall, dass ein Reiseteilnehmer im Urlaub erkrankt. Je nach Reisegebiet kann es in den Vereinigten Staaten von Amerika zu Fällen von höherer Gewalt kommen. Im Regelfall zahlen die Versicherungen hier nicht, aber Urlauber haben die Chance auf den Rücktritt vom Reisevertrag mit dem Hotel.

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