Sonntag , 8 Dezember 2019
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Django Unchained – Review und Kritik

Wenn Quentin Tarantino einen Film dreht, dann freut sich der Fan schon Monate vorher und ganz selten wird man wahrscheinlich enttäuscht das Kino verlassen wenn man den neuen Film gesehen hat. Tarantino-Filme sind einfach anders. Sie haben meistens alles in sich: Eine Liebesgeschichte, genügend Humor, einen Schuss Drama und natürlich ganz viel Action. Das beste an den Tarantino-Filmen sind meiner Meinung nach aber die Dialoge der Charaktere, da gibt es selten etwas vergleichbares Gutes. Im neuesten Streifen „Django Unchained“ (ab 17. Januar 2013 im Kino) gibt es auch von allem etwas und er hielt was ich mir als Fan davon versprach.

Auf die Story möchte ich noch nicht mal tief eingehen, man will ja niemanden den Spass mit Spoilern verderben, sofern man noch vor hat Django Unchained zu schauen. Nur soviel:

Der Sklave Django (Jamie Foxx) wird von dem deutschen „Zahnarzt“ (Eigentlich ist er Kopfgeldjäger) Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit und unter die Fittiche genommen. Django soll Schultz helfen die Brittle Brüder, die sich auf einer Farm irgendwo im Süden unter anderem Namen versteckt halten, aufzuspüren. Da Django von den Brittles einst nicht nur gefoltert wurde, sondern diese auch seine Frau Broomhilda (Kerry Washington) misshandelten, hat er sich ihre Gesichter bestens eingeprägt und soll sie für Schultz identifizieren. Gemeinsam jagt das Duo böse Jungs für Geld, bis Django seinen Mentor um einen Gefallen bittet. Er soll ihm helfen, seine Ehefrau zu finden, von der er allerdings keine Ahnung hat, wo sie untergekommen ist. Die Spur führt das ungleiche Duo zur Farm des Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio), der seine Sklaven teilweise nur kauft um sie zu brutalen Kämpfen auf Leben und Tod antreten zu lassen.

Hier ein Trailer, für diejenigen, die einen Vorgeschmack haben möchten:

Alle, aber auch wirklich alle Darsteller des Films spielen großartig! Allen voran Christoph Waltz (ein Österreicher im übrigen und kein Deutscher!), der die Dialoge hervorragend wiedergibt und spielt. Dass er nur als bester Nebendarsteller nominiert ist, kann ich nicht verstehen. Für mich spielt er in diesem Film zwar nicht den Hauptdarsteller, ist aber allgegenwärtig im Bilde und glänzt mit seinem Charme seiner zu spielenden Figur und seiner Schauspielkunst. Die anderen Hauptcharaktere wie Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson, Jamie Foxx und Kerry Washington spielen mehr als gut und lassen den Film garantiert zu einem Kassenschlager werden.

Als einzigen Kritikpunkt habe ich zu vermelden, dass mir die Untermalung zweier Action-Szenen mit Hip-Hop Rap-Musik nicht gefallen hatte. Es hatte nicht gepasst, da wäre sicherlich noch der ein oder andere donnernde Song aus dem Gitarren-Genre besser gewesen. Meine Meinung jedenfalls. Im Allgemeinen ist der Soundtrack des Tarantino-Streifens trotz der Rap-Einlagen wieder einmal großartig gelungen. Am Filmende dürften sich Bud Spencer Fans auch an die Ohren gefasst haben, denn der Film endet mit dem Song „Trinity“ aus dem Bud-Spencer-Film „Die rechte und die linke Hand des Teufels“. Interpreten des schönen Western-Songs sind im Übrigen F.Micalizzi/Annibale.

Ich kann jedem nur empfehlen, wirklich jedem und nicht nur den Tarantino-Fans, sich „Django Unchained“ im Kino anzusehen. Solche Filme sind leider viel zu selten!

Hier geht es zur offiziellen Django Unchained Homepage, die einen Besuch wert ist: http://unchainedmovie.com/

Den Soundtrack zum Film gibt es bei Amazon: Quentin Tarantino’s Django Unchained Soundtrack

Django Unchained – Review und Kritik
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Über Patrick Stuhlemmer

Vater, Griller, Fussballfan, Kinogänger, Serienjunkie, Produkttester, Leseratte, Blogger, Kaffeetrinker, Kaufempfehler. Seit Januar 2009 mit Weblog-Deluxe im "Neuland" vertreten. Vorsicht: Beiträge könnten Ironie oder Sarkasmus trotz fehlender Smileys beinhalten! ;-) Ihr findet mich auch auf Google+ oder Twitter