Freitag , 23 Juli 2021
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Bräuche zur Verlobung

Bräuche zur Verlobung

Die Verlobung ist heutzutage für viele Paare ein langersehnter, moderner und feierlicher Akt der Zweisamkeit. Der Antrag gilt als Liebesbeweis und wird traditionell vom Mann an die Frau gestellt. Doch worin mündet der Ursprung einer Verlobung und welche Bräuche stehen in Zusammenhang mit einer Verlobung?

Warum wird zur Verlobung ein Verlobungsring an den Finger der Zukünftigen gesteckt? Welcher Ring ist der richtige, der Verlobungsring mit Rubin oder der Verlobungsring mit blauem Stein? Antworten auf all diese Fragen geben wir nachfolgend.

Bräuche zur Verlobung: Der Ursprung

Die Verlobung verdankt ihre Herkunft dem sogenannten Brautkauf. Vor Jahrzehnten war es nämlich noch üblich den Mann auf Brautschau zu schicken. Bekannt aus vielen Märchen zog der Mann los, um sich seine Braut auszusuchen. Wurde er fündig, fing er an mit dem Vater der zukünftigen zu verhandeln. Verhandelt wurde über die sogenannte Mitgift. Der auserwählten Braut stand zur damaligen Zeit kein Mitspracherecht zu. Sie wurde von ihrem zukünftigen Mann gekauft und vom Vater verkauft. In einigen Ländern gibt es diese Tradition auch heute noch.

Bräuche zur Verlobung: Das moderne Brauchtum

Zum Akt der Verlobung haben sich über die Jahre hinweg zahlreiche Bräuche etabliert. Typisch und sehr bekannt ist hier der Brauch mit dem Verlobungsring. Traditionell wird der Verlobungsring vom Mann gekauft und der Frau zur Verlobung – sofern sie diese bejaht – an den Finger gesteckt. Dieser Ring wird von der Auserwählten bis zur Hochzeit an der linken Hand getragen und findet sogar häufig auch nach der Hochzeit als Hochzeitsring weitere Verwendung. In diesem Fall erfolgt der Wechsel von der linken auf die rechte Hand. In vielen Fällen wird aber zur Hochzeit ein neuer Ring ausgesucht, der an der rechten Hand getragen wird. Der Verlobungsring wird in diesem Fall zusätzlich zum Hochzeitsring weiterhin an der linken Hand getragen.

Während heutzutage viele Paare die Verlobung in trauter Zweisamkeit genießen, wird die Verlobung nach alter Tradition im Rahmen einer kleinen Zeremonie gefeiert. Gerade auf dem Land ist es auch heute noch üblich die Verlobung in der örtlichen Zeitung durch eine Anzeige bekanntzugeben.

Neben der Anzeige in der lokalen Presse ist es auch üblich, die Verlobung durch eine persönliche Karte mit Foto und Text unter Freunden und Verwandten zu verbreiten. Diese Tradition hat sich im Laufe der Jahre in das Mysterium der „safe the date“ Karten verwandelt. Hier gibt das Paar unterschwellig die Verlobung bekannt und nutzt diese Möglichkeit, um auf die Einladung zur Hochzeit hinzuweisen und benennt den Hochzeitstermin frühzeitig.

Bräuche zur Verlobung: Das alte Brauchtum

Eher alt und vergessen hält sich der Brauch des Baumabschlagens. Der zukünftige Bräutigam fällt bei diesem Brauch eine kleine Tanne. Diese drapiert er unter dem Fenster seiner Zukünftigen. Sofern diese mit dem Antrag einverstanden ist, kann die Verlobung zelebriert werden. Damit die Ehe immer unter einem guten Stern steht, muss die Hochzeit bei diesem Brauch stattgefunden haben, bevor der Baum alle seine Nadeln verloren hat.

Ein relativ unbekannter Brauch aus fernen Ländern ist es, die Verlobungsringe im Tag der Hochzeit in einen Blumentopf zu pflanzen. Dieser wird in die Sonne gestellt. Ein Regenwurm und die Samen der Dotterblume werden dem Topf zugefügt. Wird die Pflanze von den jungen Eheleuten gut gepflegt, wächst die Dotterblume schnell und kräftig. Dabei transportiert sie die Ringe nach oben bis zur Blüte. Dieser Brauch soll das junge Glück immer daran erinnern, dass nicht nur Pflanzen Pflege zum Wachsen brauchen, sondern auch die Beziehung nur durch gute Pflege wachsen kann.

Über Toni Ebert