Donnerstag , 1 Oktober 2020
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Hat die Zinsflaute je ein Ende?

Hat die Zinsflaute je ein Ende?

Seit der Finanzkrise 2008 nutzen die Zentralbanken weltweit die Leitzinsen als Instrument, um die Märkte mit günstigen Krediten zu versorgen und so zu stabilisieren. Darüber sind vor allem die Sparer unglücklich, denn sie können in der Altersvorsorge und beim Vermögensaufbau nicht mehr auf die Kraft des Zinseszinses setzen. Lesen Sie hier, was Sparer tun können, um dennoch Rendite zu erzielen.

Viele Kritiker der Politik des lockeren Geldes argumentieren, die niedrigen Zinsen würden Sparer enteignen. Dieses Argument lässt der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi allerdings nicht gelten. Schließlich gibt es neben Staatsanleihen und Sparguthaben genügend Anlageformen, deren Rendite nicht von der Zinsentwicklung abhängt. Auch die Experten von HORBACH empfehlen Anlegern, ihr Vermögen breit zu streuen – vor allem wenn es um langfristige Anlagen geht, die später einmal das Alter absichern sollen.

In Aktienfonds investieren …

Zu den beliebtesten Anlageprodukten, die unabhängig von der Zinsentwicklung sind, zählen Investmentfonds. Durch die richtige Auswahl und Mischung verschiedener Wertpapiere bietet diese Anlageform eine hohe Sicherheit. Gerade in der langfristigen Betrachtung haben Aktienfonds in der Vergangenheit eine hohe Rendite erzielt. Auch die Anlage Immobilien ist zu Zeiten niedriger Zinsen sehr beliebt.

…. oder auf die Zinswende warten?

Die USA hatten im vergangenen Dezember ihren Leitzins von 0,00 bis 0,25 Prozent auf einen Zinssatz zwischen 0,25 und 0,5 Prozent angehoben und weitere Erhöhungen angedeutet. Diese blieben aber zunächst aus, unter anderem um die Folgen des Brexit-Schocks abzuwarten. Analysten erwarten dennoch bis zum Jahresende eine weitere Erhöhung und beobachten jedes Wort der Fed-Chefin Janet Yellen mit Argus-Augen. Eine Zinserhöhung in den USA könnte ein Signal für eine Zinswende sein.

Im Euroraum ist die EZB nach wie vor auf dem Kurs des billigen Geldes. Seit März 2016 liegt der Leitzins bei null Prozent. Ein Abschied von der Politik der Niedrigst-Zinsen ist nicht in Sicht, auch wenn die Politik von Notenbank-Chef Mario Draghi gerade in Deutschland vielfach kritisiert wird, und das nicht nur wegen der Auswirkungen auf die Sparer. Bis sich mit Zinsen auf Spareinlagen oder Staatsanleihen wieder ein Vermögen aufbauen lässt, wird daher noch einige Zeit vergehen.

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