Sonntag , 22 September 2019
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Der Trenchcoat: Ode an die Jacke mit dem Kultstatus

Der Trenchcoat: Ode an die Jacke mit dem Kultstatus

Es gibt Kleidungsstücke, die unterliegen Trends. Manche tauchen auf der Bühne auf, stehen kurz im Rampenlicht und verschwinden irgendwo im Nirgendwo. Nicht so der Trenchcoat. Worin liegt nur das Erfolgsgeheimnis der allzeit populären Jacke? Vom Nachbarn um die Ecke bis hin zu den Hollywood-Stars zieht der Trenchcoat Menschen in seinen Bann. Und dies hat einen guten Grund.

Jeder Modebewusste besitzt einen Trenchcoat

Dies ist keine Untertreibung. Denn unbestritten komplettiert der Trenchcoat jede Garderobe, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Damit gehört die Jacke zu den Must Haves wie etwa das kleine Schwarze, eine gutsitzende Jeans oder ein Basic Shirt. Modedesigner sehen das Erfolgsgeheimnis sowohl im Schnitt als auch in der Vielseitigkeit des Mantels. Der Trenchcoat macht sprichwörtlich bei jedem eine gute Figur. Grund dafür ist sein interessanter Schnitt, der Schultern durch Passen und die Taille durch einen engen Gürtel betont. Der breite Mantelkragen, welcher sich bei schlechtem Wetter aufstellen lässt und der durch einen Riegel hoch geschlossen werden kann, gilt als weiteres Erkennungsmerkmal des Trenchcoats. Riegel an den Ärmeln, ein langer Gehschlitz am Saum der Rückenpartie sowie teilweise ein Rückenkoller prägen den klassischen Trenchcoat. Und nicht zu vergessen ist die doppelte Knopfreihe, die unterdessen jedoch oftmals zu einem Einreiher reduziert wurde.

Zeitlos schön: Die Geschichte des Trenchcoats

Wer an filmreife Auftritte des Trenchcoats denkt, kommt an Humphrey Bogart in Casablanca nicht vorbei. Doch ihren Ursprung fand die Jacke weitaus weniger glamourös. Burberry entwickelte den Trenchcoat 1897 für das Militär in England. „Trench“ steht für Graben, in denen die Soldaten jedem Wetter trotzen mussten. Das damals hochinnovative diagonal verwebte Kammgarngewebe Gabardine schützte die Männer vor Regen und Kälte. Der Trenchcoat war bequem, wasserabweisend und gab ausreichend Bewegungsspielraum. Spätestens als Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany ihren glanzvollen Auftritt hatte, eroberte die Kultjacke auch die Damenwelt. Von nun an versprüht der Trenchcoat immer ein wenig Eleganz und Charme, egal zu welchem Outfit man ihn trägt. Die hohe Kunst dieser besonders geschnittenen Unisex-Jacke liegt darin, nahezu mit jedem Kleidungsstil zu harmonieren. Er passt zum Businessoutfit wie auch zu Jeans und Sneakern, zum mittellangen Kleid oder zum Hosenanzug. Ein Allrounder sozusagen. Es ist daher kaum verwunderlich den Trenchcoat in vielen modernen Kollektionen angesagter Designer auch heute noch wiederzufinden. Natürlich wird der Klassiker zeitgemäß interpretiert. Die typischen Farben Beige, Navy, Khaki oder Sand stehen unvermindert im Vordergrund, werden jedoch ergänzt durch Rot, Gelb oder Pastellfarben und Petrol. Sogar Muster setzen sich nach und nach bei den Trenchcoats durch, allem voran Karo.

Fazit: Was wäre ein Kleiderschrank ohne Trenchcoat? Unvollständig! Die populäre Jacke trat vor mehr als einhundert Jahren ihren Siegeszug an und er ist noch lange nicht vorüber. Was als praktischer Wettermantel für das Militär begann, ist heute ein Must Have in jeder Garderobe und bei Frauen wie auch Männern unglaublich beliebt.

Quellen:
www.esslinger-zeitung.de
fashion-week-berlin.com

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